Mutterns Rouladen

Ich esse aufgrund eines Traumas aus dem Kindergarten immer noch kaum Fleisch, bei Mutterns Rouladen kann ich aber nicht nein sagen. Jetzt habe ich es endlich mal geschafft, mitzukochen, deshalb gibt es hier nun das Rezept. Für 2 Rouladen benötigt man:

  • Rouladenfleisch
  • eine kleine Zwiebel
  • eine 1 cm dicke Scheibe Speck (sofern man eine Durchschnittsschwarte aus dem Kühlregal nimmt, umgerechnet in Volumeneinheiten dürften das etwa 20 bis 25 cm3 Speck sein)
  • zwei kleine oder eine große Gewürzgurke, am besten natürlich Spreewälder Gurken
  • reichlich Senf (je nach Geschmack kann man bis zu ein halbes Töpfchen verwenden)
  • etwas Salz und Pfeffer

Das Rouladenfleisch wird ausgebreitet und gründlich mit Senf bestrichen. Ein Ende wird nun mit den gehackten Zwiebeln und dem kleingeschnittenen Speck belegt. Dann wird die gesamte Roulade gesalzen und gepfeffert. Nach Auflegen des Gürkchens werden die Rouladen gerollt und mit Rouladenklammern oder -Nadeln verschlossen.

Die Rouladen werden bei großer Hitze in etwas Fett rundum angebraten. Anschließend wird warmes Wasser angegossen, und zwar so viel, wie man später als Sauce haben möchte. Nach dem Aufkochen werden die Rouladen zugedeckt. Nun müssen sie bei ganz schwacher Hitze eine halbe Stunde lang erst von der einen Seite garen und dann nochmal eine halbe Stunde von der anderen Seite. Wenn man die Rouladen vorkocht und erst an einem anderen Tag essen möchte, kann man sie danach einfach auskühlen lassen und an einen kühleren Ort stellen.

Um der Sauce den letzten Schliff zu verpassen, wird die Rouladen-freie Sauce angedickt und mit einem Stich Butter versetzt. Nachwürzen sollte nicht nötig sein. Vor dem Servieren kommen die Rouladen zum Aufwärmen wieder in die Sauce. Klassisch serviert man dazu Klöße und Rotkraut.

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sid, Montag, 9. November 2009, 19:57
Bei uns kommt manchmal auch ein Ei rein...

Ma, ich saftl hier ; ) - zum Glück hab ich sowas seit letztens auf Vorrat in der Speisekammer : )
Vllt dann doch schon heute Abend am Teller *gg*

muerps, Montag, 9. November 2009, 20:56
Die Idee mit dem Ei hat der Familienrat letztens diskutiert. Ergebnis: Wir machens schon immer ohne Ei, wo kämen wir denn da hin, da könnte ja jeder kommen.

sid, Donnerstag, 21. Januar 2010, 17:55
Na zum Glück, kann man ja fast alles (oder nicht) reinpacken, was einem schmeckt. Und das ist doch auch das schöne dran. Daß es zu Hause anders schmeckt (und manchmal sehr viel besser). : )