Mittwoch, 17. Februar 2016

Englisches Frühstück

Normalerweise kriege ich früh nicht viel runter – vor um 8 geht bei mir nicht mehr als eine halbe Scheibe Toast auf einmal. Eine Ausnahme gibt es jedoch: Wenn ich früh raus muss und weiß, dass es bis zum Mittagessen noch lange hin ist (bei Flugreisen z.B. – da kriegt man ja heute teilweise nur noch einen Schokoriegel in die Hand gedrückt und das wars dann), dann steht ich eine halbe Stunde eher auf und mach mir im Zweifelsfall auch mal kurz nach vier Uhr morgens ein englisches Frühstück. Man nehme pro Person:

  • zwei Scheiben Bacon – der Frühstücksspeck, den man in deutschen Supermärkten bekommt, tuts auch, viel leckerer ist aber englischer Speck, der außerdem (trotz des Namens) viel weniger Fett enthält (aber den kriegt man halt nur, wenn man einen entsprechenden Spezialitätenladen mit Kühlregal in der Nähe hat)
  • 2 Würstchen – an die britischen Würstchen kann ich nicht ran (die scheinen auch mehr Semmelbrösel als Fleisch zu enthalten), aber wenn man unbedingt Würstchen auf seinem Teller haben möchte, sind generische kleine Bratwürstchen wahrscheinlich die beste Wahl
  • als vegetarische Alternative zu den Würstchen: 1 Rösti-Ecke aus dem Tiefkühler
  • 2 große Champis (geviertelt) oder eine handvoll kleinerer Champis (halbiert oder ganz)
  • 1 mittelgroße Tomate (oder eine halbe Fleischtomate), möglichst nicht holländisch und in eine Ober- und Unterhälfte halbiert und auf der Schnittfläche gesalzen und gepfeffert (im Winter lasse ich die Tomate oft weg, weil es ja nichts bringt, wenn sie nach nichts schmeckt)
  • 1 Ei
  • ½ halbe Dose bzw. eine Portion Baked Beans
  • mindestens zwei Scheiben Toastbrot
  • optional: etwas Marmelade fürs Toast, damit man nicht vor der Pfanne verhungert, bevor das Frühstück fertig ist
  • Ketchup oder Brown Sauce
  • dazu: 1 Pott kräftigen Tee – bei deutschen Teebeuteln also mit zwei Teebeuteln pro Pott
  • 1 große Pfanne und ein kleiner Topf (für die Rösti-Ecke zusätzlich eine kleine Pfanne)

Los geht es mit dem Speck und den Würstchen, die in etwas Fett nach Wahl bei mittlerer Hitze gebraten werden. Derweil werden die Baked Beans langsam in einem kleinen Topf erhitzt. Die Rösti-Ecke wird separat nach Packungsanleitung gebraten – wenn man ganz vorsichtig ist, geht das wahrscheinlich auch in der großen Pfanne, aber die Sorte, die ich immer kriege, zerfällt sofort, wenn sie angestupst wird, wenn sie noch nicht knusprig ist, und in der großen Pfanne muss man die Sachen ja manchmal ein wenig hin- und herschieben.

Wenn der Speck langsam braun wird, gibt man die Champis zum Speck und salzt und pfeffert sie. Wenn die Champis so langsam anfangen, gar zu werden, kommen die Tomatenhälften in die Pfanne. Sie werden für einige Minuten auf der Schnittfläche gebraten (wenn man einen Miniofen hat, kann man die Tomatenhälften auch darin backen; die Schnittfläche zeigt in dem Fall von vornherein nach oben). Nachdem man die Tomaten gedreht hat, schlägt man das Ei in die Pfanne und salzt und pfeffert es und brutzelt so lange weiter, bis das Ei die gewünschte Konsistenz erreicht hat.

Zum Servieren werden die Bohnen über die beiden Toastscheiben gegossen und alles andere wird irgendwie drumrum drapiert und wenn man möchte, macht man sich einen Klecks Brown Sauce oder Ketchup auf den Teller.

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Sonntag, 9. März 2014

Karamellisieren leichtgemacht

Ich hatte immer wieder Probleme mit dem Karamellisieren von Zucker. Wenn nur der Zucker im Topf ist, geht das noch recht gut, obwohl auch das manchmal nicht richtig klappen will. Am Karamellisieren der Zwiebeln für die Tomatensauce bin ich dagegen bisher immer gescheitert - das Fett zum Anbraten der Zwiebeln, dass sich noch in der Pfanne befindet, dürfte der Störfaktor sein. Inzwischen mache ich es mir einfach und karamellisiere mit Alkohol.

Man benötigt entweder geschmacksneutralen Alkohol, oder die Sorte Alkohol, die im zu kochenden Gericht später sowieso verwendet wird. Zum Karamellisieren streut man die gewünschte Menge Zucker in den Topf und gießt anschließend die gewünschte Menge Alkohol zu. Der Alkohol fängt nun an zu köcheln, wobei die Flüssigkeit natürlich immer mehr zusammendampft. Wenn die Flüssigkeit fast vollständig eingedickt ist, steigt die Temperatur sanft bis zu dem Punkt, an dem der Zucker karamellisiert und schön braun und zäh wird. Ist der gewünschte Karamellisierungsgrad erreicht, wird entweder mit dem normalen Rezept fortgefahren oder der Topf zum Abkühlen von der Flamme genommen und anschließend ausgeschleckt.

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Donnerstag, 28. Februar 2013

Selbstgemacht macht mehr Spaß: Ghee

Gekauftes Ghee ist schweineteuer und selbstmachen ist eigentlich gar nicht schwer, wenn man dem Drang widersteht, die Butter schneller aufheizen zu wollen als es ihr gut tut. Aus 500 g Butter kann man etwa 380 g Ghee bekommen, und das geht so:

Die Butter wird auf niedrigster Stufe geschmolzen. Wenn sie ganz verflüssigt ist, dreht man auf mittlere Hitze. Irgendwann fängt die Butter an zu blubbern und nach und nach bildet sich ein feiner Schaum auf der Oberfläche aus. Dabei dampft das ganze enthaltene Wasser aus. Wenn das Geblubber feiner wird und die Butter aufhört zu dampfen, beginnt die eigentliche Ghee-Herstellung, denn nun siedet die Butter. Der Schaum, der sich im vorherigen Schritt gebildet hat, wird sich zusammenballen und in die Butter sinken. Jetzt muss man immer ein Auge auf den Topf haben. Sobald die kleinen festen Bröckchen braun werden, muss man das Ghee vom Herd nehmen, denn es ist jetzt fertig. Wenn es auf unter 100 °C abgekühlt ist, kann man es abfüllen, wobei man darauf achten muss, dass keine Feststoffe in das Ghee gelangen. Am einfachsten geht das, indem man das Ghee durch ein Teesäckchen oder ein altes Stofftaschentuch gießt (Kloßsäckchen sind zu grob dafür).

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Freitag, 6. April 2012

Ausbackteig

Ausbackteig ist ganz schnell gemacht: Zu einem Ei fügt man einen reichlichen Esslöffel Mehl und einen Esslöffel Wasser zu und verquirlt dies mit einem kleinen Schneebesen. Je nach dem, was man ausbäckt, kann man den Teig noch zusätzlich würzen – mit Salz und Pfeffer, oder eventuell mit Zucker oder man ersetzt das Wasser teilweise mit Alkohol nach Wahl oder …

Zum Ausbacken eignen sich beispielsweise Fisch – der dann außen ganz knusprig, innen aber ganz saftig wird – oder Geschnetzeltes. Auch Camembert kann man durch den Ausbackteig durchziehen; anschließend wird der Camembert vorsichtig in Semmelbrösel gewälzt, bevor er gebacken wird.

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Samstag, 3. Dezember 2011

Mitbewohnerins Salatsauce

Diese Salatsauce ist inhaltlich eine Kreuzung aus Vinaigrette und Joghurtsauce. Sie besteht aus den folgenden, gründlich vermischten Zutaten, gerechnet für 1 Portion:

  • 1 gehäufter EL Joghurt
  • 1 EL Balsamicoessig
  • 1 knapper EL Olivenöl
  • 2 EL Orangensaft (ohne Fruchtfleisch)
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken
  • nach Wunsch: Senf, Menge nach Belieben

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Montag, 15. November 2010

Kunstblut für den Hausgebrauch

Das Rezept auf Deutsch:

  • 2 Tassen Golden Syrup – muss hierzulande höchstwahrscheinlich ersetzt werden durch z.B. Invertzuckersirup, Zuckerrübensirup oder Kunsthonig (was auch immer am ehesten mit der Konsistenz hinkommt)
  • 1 Tasse handwarmes Wasser
  • 10 TL rote Lebensmittelfarbe
  • jeweils eine kleine Menge blaue und gelbe Lebensmittelfarbe
  • 10 EL Weizenmehl (ich vermute, dass Stärke eine noch etwas bessere Konsistenz geben könnte)
  • nach Belieben: Minz-Aroma

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Donnerstag, 14. Oktober 2010

Halloumi ausm Ofen

Halloumi ist ein zyprischer Käse, der allerdings im gesamten östlichen Mittelmeerraum verbreitet ist. Im Unterschied zu den meisten anderen Käsesorten kann Halloumi sehr stark erhitzt werden, ohne dass er zerfließt. Man kann ihn also grillen oder – weniger wetterabhängig – im Ofen backen. Dafür wird der Halloumi ungesalzen und lediglich mit Olivenöl eingepinselt bei höchstmöglicher Temperatur auf der 2. oder 3. Schiene von oben (abhängig vom Abstand der Schienen) so lange gebacken, bis die Oberfläche kräftig gebräunt ist. In Zypern wird er zu allem möglichen serviert, und sei es zum Salat; ich finde, dass eingekochte Paprika oder Tomaten hervorragend dazu passen. Man kann z.B. auch den Versuch unternehmen, ihn als Ersatz für Klopse zu servieren (Vorsicht, liebe Vegetarier, Halloumi enthält üblicherweise Lab, und ist somit nicht vegetarisch).

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Sonntag, 15. März 2009

Chinesisches Stärkegel

Den richtigen Namen der folgenden Speise weiß ich leider nicht - da muss ich nochmal bei meiner chinesischen Freundin nachfragen - aber das hindert mich nicht daran, das Rezept trotzdem aufzuschreiben. Es handelt sich um eine einfache Zwischenmahlzeit, die Zutaten sind lediglich Mungbohnenstärke, Wasser und etwas Salz.

Auf einen Teil Mungbohnenstärke kommen sechs Teile Wasser. Die Mungbohnenstärke wird in einem Teil Wasser dispergiert und leicht gesalzen (da das Stärkemehl viehisch staubt, sollte man sich dabei tunlichst von offenen Flammen und anderen Zündquellen fernhalten!). Derweil werden die restlichen fünf Teile Wasser aufgekocht, anschließend lässt man das Wasser auf etwa 70°C abkühlen. Nun wird die Stärke-Dispersion vorsichtig ins heiße Wasser gerührt und ca. 10 Minuten lang bei niedriger bis mittlerer Stufe gekocht (dabei hin und wieder umrühren). Zum Abkühlen wird die Gelmasse in eine Glas- oder Keramikschüssel geschüttet. Der Abkühlprozess dauert mehrere Stunden, dabei wird das Gel milchig weiß. Die Konsistenz ist deutlich fester als beim Wackelpudding. Die Aufbewahrung muss im Kühlschrank erfolgen, das Gelee sollte aber spätestens am folgenden Tag aufgegessen werden, da es sonst mit der Zeit zäh wird.

Klassisch wird das Gelee mit reichlich Chilipaste in Öl (gibts im Asialaden) oder mit Essig genossen. Das Chiliöl kann man noch mit Kräutern tunen, besonders Basilikum, Koriander und/oder Minze bieten sich an. Der Essig kann - nicht mehr ganz so klassisch - als Essigsirup serviert werden. In kalten Gerichten kann man Mozzarella teilweise durch das Stärkegel ersetzen.

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Dienstag, 18. November 2008

Selbstgemacht macht mehr Spaß: Gebackener Camembert

Der Lieblingscamembert wird nacheinander in Mehl, Ei und Semmelbrösel gewendet (nicht den Mut verlieren, wenn das Ei partout nicht haften will). Der so präparierte Camembert wird in reichlich Fett schwimmend so lange gebacken, bis er sich aufbläht. Vorm Essen sollte er noch kurze Zeit ruhen, er ist nämlich wahnsinnig heiß.

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Dienstag, 4. November 2008

Zubereitung von Fertig-Couscous

Fertig-Couscous macht sich überall dort wunderbar, wo man sonst Krümelreis (den ich nicht besonders mag) einsetzt. Pro Person benötigt man eine knappe halbe Tasse Couscous, etwas mehr als eine halbe Tasse Wasser sowie eine Gabel zum Rühren. Man kann entweder einfach Wasser im Wasserkocher kochen und über den Couscous-Grieß gießen und dann alles ziehen lassen, bis das Couscous die gewünschte Konsistenz erreicht hat, oder man macht es im Topf. Das hat den vorteil, dass man die Kochflüssigkeit würzen kann. Da Couscous wahnsinnig schnell am Topfboden festhängt, sollte man einen Topf mit dickem Boden nehmen, der gleichmäßiger und langsamer heiß wird. Ich habe die besten Erfahrungen mit Email-Töpfen gemacht.

Das Wasser wird gesalzen - man kann statt Salz auch Instant-(Gemüse-)Brühe nehmen - und zum Kochen gebracht. Der Topf wird zum Einrühren des Couscous kurz von der Flamme genommen und anschließend zum Aufkochen wieder auf die Flamme gestellt (rühren!). Wenn der Couscous nach kurzer Zeit den größten Teil der Wassers aufgesogen hat (weiterrühren!), wird der Topf wieder von der Flamme genommen und zugedeckt (nichtsdestotrotz zwischendurch immer mal wieder umrühren). Nach wenigen Minuten ist der Couscous fertig gequollen - hier sollte man am besten kosten, um den richtigen Zeitpunkt abzupassen. Zum Schluss kann man Butter zufügen.

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