Samstag, 14. Januar 2023

Blütensalbe

Wenn man wie ich sehr trockene Haut hat und blühende Duftpflanzen im Garten hat, kann man sich an Blütensalbe versuchen. Das Rezept ist nicht kompliziert, aber mehrstufig. Erst fertigt man einen Ölauszug an, der anschließend abgeseiht wird. Das Öl wird dann mit Bienenwachs und festen Pflanzenfett zu Salbe konvertiert. Man nehme für einen 60-ml-Tiegel fertige Salbe:

  • für den Ölauszug
    • ein 100-ml-Glas
    • genug Blütenblätter, um das Glas nicht ganz zu füllen
    • Öl – ich nehme dafür ein Babyöl aus der Drogerie, das ein bisschen Vitamin E zur Konservierung enthält
  • für die Salbe
    • eine Feinwaage
    • einen 60-ml-Tiegel aus dunklem Glas
    • einen Simmertopf oder eine Schüssel über einem Wasserbad
    • 50 ml Ölauszug
    • 4–5 g Bienenwachspastillen - im Sommer eher mehr, im Winter eher weniger
    • 10 g festes Fett, wie Sheabutter (geruchsneutral, also für Blütenblätter mit Duft) oder Kakaobutter (riecht nach weißer Schokolade, also nur für Blütenblätter ohne eigenen Duft einsetzbar)

Für den Ölauszug eignen sich nur Blütenblätter, vorzugsweise duftend. Beim Ölauszug werden nämlich nicht alle Geruchsstoffe extrahiert, sondern nur der Teil, der fettlöslich ist. Bei grünen Kräutern gehen deshalb vor allem Gerüche ins Öl über, die irgendwie nach Braten riechen – beim Kochen ist das gewünscht, aber nicht bei der Kosmetik. Auch bei den Blütenblättern wird nicht alles extrahiert – Auszug aus Veilchen duftet nach gar nichts, Rosenauszug riecht zwar anders als am Strauch, aber immer noch gut und einzig Lavendel riecht exakt wie erwartet.

Der Ölauszug sollte so kühl und dunkel wie möglich aufbewahrt werden, also im Keller. Er muss in einem warmen Keller zwei Wochen ziehen, bei einem kalten Keller entsprechend länger. Dabei wird täglich umgerührt oder geschüttelt. Über den Blütenblättern muss genug Öl sein, dass die Blütenblätter nicht mit der Luft in Berührung kommen können. Große Blütenblätter, wie von Rosen, kann man gut stopfen und es ist kein Problem, eine Ölschicht über den Blüten sicherzustellen. Kleine Blütenblätter, wie Nelke oder Ringelblume neigen dazu, aufzuschwimmen. Bei ihnen sollte man ein Filterpapier über die Blüten legen und darüber noch etwas mehr Öl schichten.

Nach den zwei oder ggf. mehr Wochen wird abgeseiht. Man kann entweder gleich Salbe herstellen oder das Öl noch in einem Fläschchen aus dunklem Glas aufbewahren.

Für die Herstellung der Salbe werden zuerst das Bienenwachs und dann das feste Fett vorsichtig in einem Simmertopf geschmolzen. Dann rührt im dünnen Strahl den Ölauszug ein – so langsam, dass das Wachs nicht wieder fest wird. Die Masse wird sofort in den Tiegel gefüllt. Mit einem 60-ml-Tiegel komme ich etwa 2 Monate hin.

Wenn man diese Salbe auf die Haut aufträgt, bildet sich auf der Haut eine Fettschicht. Die Salbe enthält kein Wasser, deshalb zieht sie nicht so schnell ein. Das ist aber Absicht – bei trockener Haut trägt man die Salbe abends vorm Schlafengehen auf, und das Fett kann über Nacht in Ruhe einziehen. Das feste Fett in der Salbe wird etwas krisselig, aber sobald man die Salbe auf die Haut aufträgt, schmilzt es.

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Samstag, 7. Januar 2023

Cacio e pepe

Cacio e pepe geht superschschnell. Abgesehen von den Nudeln sind die Zutaten pro Portion eine halbe Tasse frisch gemahlener Pecorino (cacio) und reichlich Pfeffer (pepe), sowie etwas Nudelwasser.

Zur Zubereitung wird vorm Abgießen der Nudeln eine Kelle voll Nudelwasser abgenommen. Der Käse wird auf die abgegossenen Nudeln gegeben, man gibt so viel vom Nudelwasser zu, dass der Käse schmilzt und cremig wird und pfeffert großzügig.

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Freitag, 6. Januar 2023

Gnocchi in Safranbutter

Gnocchi in Safranbutter funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip wie Gnocchi mit Salbeibutter – die aromatisierte Butter würzt das Gericht nicht mit ihrem Geschmack, sondern mit ihrem Geruch.

Für zwei Portionen Safranbutter wird eine Prise Safran kurz in etwas geschmolzener Butter ziehen gelassen – die Butter darf nur schmelzen, nicht aber schäumen, also macht man das am besten im Wasserbad. Dann gibt man die Butter über die vorher angebratenen Gnocchi. Zum Servieren wird Parmesan drübergestreut und gepfeffert.

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Donnerstag, 5. Januar 2023

Glühwein oder Glühapfel

Man nehme pro Dreiviertelliter Wein oder, als alkoholfreie Version, Apfelsaft:

  • 1 TL gemahlenes oder 1 Portion ungemahlenes Pfefferkuchengewürz
  • 1 Zitrone in Scheiben
  • 1 handvoll Rosinen
  • 2 fingerbreit Ingwer in groben Stücken
  • Zusätzlich für Glühwein
    • 1 Orange in Scheiben
    • Zucker nach Belieben

Der Wein bzw. Apfelsaft zieht zusammen mit den anderen Zutaten etwa 10 Minuten lang knapp unter dem Siedepunkt.

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Montag, 2. Januar 2023

Tomatensauce mit Hackbällchen

Hackbällchen in Tomatensauce sind zumindest bei den Briten ein beliebtes Fertiggericht. Man kann das aber – nach italienischem Rezept – auch selber machen. Man nehme für 3 Portionen:

  • für die Klopse
    • 250 g Hackfleisch
    • 1 eher kleines Ei
    • ein wenig gehackte Petersilie
    • Mehl
  • Olivenöl
  • 1 Zwiebel, in kleinen Würfeln
  • 1 Möhre, in kleinen Würfeln
  • 1 Stückchen Sellerie, in kleine Würfeln
  • 1 Zweig Rosmarin, fein gehackt
  • 500 ml passierte Tomaten
  • 2 Lorbeerblätter
  • Salz, Pfeffer

Hack, Petersilie und Ei werden vermischt und gesalzen und gepfeffert. Daraus formt man kleine Klopse, die man anschließend in Mehl rollt.

Das Gemüse und der Rosmarin wird im Öl kurz angeschwitzt. Dann gibt man die Klopse in den Topf und bräunt sie rundherum. Wenn sie schön braun sind, gibt man die Passata und den Lorbeer dazu und schmort für eine reichliche halbe Stunde. Zum Schluss schmeckt man mit Salz und Pfeffer an. Serviert wird die Sauce über Nudeln und mit Käse.

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Samstag, 31. Dezember 2022

Olivensahnesauce

Wenn man ein angefangenes Glas Oliven aufbrauchen muss, ist diese Nudelsauce eine passende Verwendung. Man nehme für 3 bis 4 Portionen:

  • 150 g Oliven, idealerweise reife (d.h. nicht künstlich eingefärbte) schwarze Oliven3, z.B. Kalamata
  • 200 ml Sahne
  • Parmesan, frisch gerieben
  • Pfeffer

Die Oliven werden sanft in der Sahne geköchelt, während die Nudeln kochen. Dann werden die Sauce und die Nudeln mit dem Parmesan gemischt und man pfeffert leicht.

  1. Die meisten schwarzen Oliven, die man zu kaufen kriegt, sind künstlich eingefärbte grüne Oliven und kosten etwa ähnlich viel wie grüne Oliven. Echte schwarze Oliven sind ausgereifte Oliven. Da sie aufwändiger zu ernten sind, sind sie teurer als eingefärbte Oliven. []

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Freitag, 30. Dezember 2022

Garbanzos

Garbanzos ist einfach nur das spanische Wort für Kichererbsen. Der Name lässt vermuten, dass dies die Zubereitungsmethode für Kichererbsen in New Mexico ist. Für drei reichliche Portionen nehme man:

  • 250 g Kichererbsen, 24 Stunden lang eingeweicht
  • 2 Zwiebeln, gewürfelt
  • 2 Möhren, gewürfelt
  • 70–100 g Bacon
  • 2–3 getrocknete rote Chilischoten vom New-Mexico-Typ, trocken in der Pfanne geröstet, bis sie weich werden
  • 200 ml stückige Tomaten
  • 1 Paprikaschote, in groben Würfeln
  • Salz, Pfeffer, ggf. Krümelbrühe zum Abschmecken
  • Koriandergrün

Zwiebel und Möhre werden in etwas Fett angebraten. Wenn sie langsam braun werden, wird der Bacon zugefügt und ebenfalls gebräunt. Anschließend werden die abgetropften Kichererbsen, die Chilis und reichlich dreiviertel Liter Wasser zugefügt. Die Kichererbsen kochen ab jetzt etwa eine Stunde, wenn sie alt sind, auch länger. Nach 10 Minuten Kochzeit werden die Chilis herausgenommen und mit den Tomaten und ggf. Kochwasser püriert. Die pürierte Pampe und die Paprikastückchen werden nun (wieder) in den Eintopf gegeben, der köchelt, bis die Kichererbsen gar sind. Anschließend wird abgeschmeckt. Idealerweise zieht der Eintopf jetzt einen Tag durch. Zum Servieren wird Koriandergrün drübergestreut.

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Donnerstag, 29. Dezember 2022

Cottage Pie

Cottage Pie ist ein beliebtes britisches Gericht. Die Zubereitung ist unkompliziert, dauert aber ein Weilchen. Man nehme pro Portion:

  • 150 g Kartoffeln
  • entsprechend Butter und Milch (um einen nicht zu weichen Brei zu erreichen)
  • etwas Suppengrün, fein gewürfelt
  • eine kleine Zwiebel, fein gewürfelt
  • einen guten Schluck Rotwein
  • Thymian, Lorbeer
  • Für die Variante ohne Fleisch:
    • 50 g Linsen (vorher eingeweicht und abgetropft)
    • 50 g Champis
    • ein bisschen Tomatenmark
    • etwas Krümelbrühe oder Brühenpaste
  • Für die Variante mit Fleisch:
    • 150 g Rinderhack oder 100 g Hack und 50 g grüne Erbsen
    • etwas Brühe (vorgekocht oder angerührt)
    • ggf. Mehlschwitze
  • Pfeffer und etwas Paprika rosenscharf zum Abschmecken
  • Butter und Semmelbrösel für die Auflaufform

Zuerst werden Zwiebel und und das Suppengrün in der Pfanne gebräunt. Parallel kochen die Kartoffeln, die anschließend zu Brei verarbeitet werden.

Für die Variante mit Fleisch wird zum Suppengrün das Hackfleisch zugefügt und angebraten. Dann wird mit Wein abgelöscht, Thymian und Lorbeer zugegeben und soviel Brühe angegossen, dass das Fleisch nicht ganz bedeckt ist. Das Hackfleisch schmort nun, bis die Kartoffeln fertig sind und die Flüssigkeit weitestgehend eingedampft ist. Wenn gewünscht, werden kurz vor Schluss die grünen Erbsen zugegeben. Abschließend wird gepfeffert, etwas Paprika zugegeben und ggf. nachgesalzen. Eventuell bindet man etwas ab, damit die Sauce schön das Fleisch umgibt.

Für die vegetarische Variante werden die Pilze zum Suppengrün gegeben und etwas angebraten. Dann kommen die Linsen dazu, man löscht mit Alkohol ab, gibt Lorbeer, Thymian und etwas Tomatenmark dazu und gießt anschließend so viel Wasser an, dass die Linsen ganz knapp bedeckt sind. Dann köchelt man 10 bis 15 Minuten, bis die Linsen gar sind und das meiste Wasser aufgesogen haben. Man schmeckt mit Pfeffer, Paprika und Krümelbrühe bzw. Brühenpaste ab.

Zum Überbacken wird die Hackfleischsauce in eine gefettete und rigoros gebröselte Auflaufform befördert. Obendrauf wird der Kartoffelstamps verteilt. Mit einer Gabel zieht man Furchen in den Stamps, da er so leichter braun wird. Der Cottage Pie muss im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Umluft) backen, bis er den gewünschten Bräunegrad erreicht hat.

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Sonntag, 25. Dezember 2022

Schoko-Mousse

Klassisch wird Mousse au Chocolat wird auf Basis von Eigelben und Eischnee hergestellt. Schneller geht Schoko-Mousse auf Basis von Schlagsahne.

Für 4 Portionen werden 100 g Zartbitterschokolade mit einem halben Esslöffel Zucker in 200 ml Schlagsahne geschmolzen – auf dem Induktionsherd kann man das einfach im Topf machen, sonst im Wasserbad. Dann wird die Schokosahne im Kühlschrank 8 Stunden gekühlt. Vorm Servieren wird die Schokosahne nicht zu steif aufgeschlagen.

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Sonntag, 27. November 2022

Saltimbocca

Saltimbocca ist eine sehr leckere Variante, Schnitzel zu kochen. Man findet viele verschiedene Rezepte: Mit dem Schnitzel gerollt, gefaltet oder ungefaltet, und mit verschiedenen Arten und Mengen von (Likör-)Wein. Ich habe mich für die gefaltete Variante entschieden. Man nehme pro Portion:

  • 1 Kalbsschnitzel, halbiert und schön plattgeklopft
  • 2 Scheiben Parmaschinken
  • 2 Salbeiblätter
  • Weißwein oder Marsala oder einen anderen Likörwein
  • etwas Salz und Pfeffer
  • Butter
  • 2 Rouladennadeln

Auf die dünn geklopften halbierten Schnitzel wird je eine Scheibe Parmaschinken (ggf. gefaltet) und ein Blatt Salbei gelegt. Die Schnitzel werden gefaltet, von außen gepfeffert und ganz leicht gesalzen und mit Rouladennadeln so festgesteckt, dass sie sich beim Braten nicht auffalten können.

Die Schnitzelpakete werden in Butter scharf von beiden Seiten angebraten. Dann wird ordentlich mit Alkohol angegossen, um den Bratensatz abzulösen, und soweit eingekocht, bis die Flüssigkeit schön konzentriert schmeckt. Beim Servieren wird der Bratensaft über das Fleisch gegeben.

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