Sonntag, 19. März 2017

Ingwer

Ingwerwurzeln bekommt man heutzutage recht leicht in deutschen Supermärkten. Wenn man ein Knollenende übrig hat, kann man es einpflanzen. Am besten eignet sich dafür ein ovaler Topf, denn das Wurzelsystem wächst vorwiegend in eine Richtung. Man lässt die Knolle einige Tage trocknen, damit die Stelle, in der das Knollenstück vom restlichen Rhizom abgetrennt wurde, in der Erde nicht fault. Die Knolle wird nah an den Rand des Topfes – bei einem ovalen Topf an das kurze Ende – gesetzt, und zwar mit der Abbruchstelle zur Topfwand zeigend. Das Rhizom wird mit ein oder zwei Zentimeter Erde bedeckt. Der Ingwer muss warm, aber nicht zwingend sonnig stehen. Nach einer Weile bilden sich lange, entfernt an Schilf erinnernde Triebe. Entweder wenn die Blätter einziehen oder wenn der Topf voll ist, wird das Rhizom ausgegraben und geputzt. Alles, was man nicht sofort verwendet, kann man im Mörser pürieren und einfrieren. Überraschenderweise ist der selbstgeerntete Ingwer oft stärker im Aroma, als der Ingwer aus dem Supermarkt.

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Knoblauchsrauke

Die Knoblauchsrauke ist ein altes und früher sehr beliebtes Würzkraut in Mitteleuropa. Es hat ein zartes Knoblaucharoma und kann als Würzkraut für den Salat genutzt werden. Grundsätzlich darf Knoblauchsrauke nicht erhitzt werden, weil sonst das Aroma dahin ist. Der Anbau der Knoblauchsrauke erfolgt am besten halbwild. Wenn man ein paar Pflanzen im Garten findet, dann rupft man das Unkraut darum weg und lässt die Pflanze dorthin wandern, wo sie will. Die geplante Aussaat soll wohl eher schwierig sein und wenn die Pflanze sich nicht an dem ihr zugedachten Plätzchen wohlfühlt, wird sie auch bald verschwinden. Sie kommt aber nahezu in ganz Deutschland vor, also ist die Chance hoch, dass sie als "Unkraut" im Garten auftaucht.

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Sonntag, 19. Juli 2015

Thymian

Thymian ist in vielen Küchen der Welt ein wichtiges Würzkraut für Fleischgerichte und außerdem ein Hausmittel gegen Husten. Der echte Thymian (Thymus vulgaris) mag einen sonnigen Standort und braucht im Winter ein warmes Mäntelchen gegen austrocknende Ostwinde. Thymian neigt vor allem im fortgeschrittenen Alter etwas dazu, Opfer von Thripsen zu werden, wobei die Blätter erst hellbraun bis hellgrau und trocken werden und später abfallen. Neben dem echten Thymian gibt es noch eine Reihe fruchtig riechender Thymiane. Der bekannteste davon dürfte der Zitronenthymian (T. citriodorus), der etwas empfindlicher als der echte Thymian ist und in Großbritannien enorm beliebt ist. Im Gartenhandel bekommt man meistens bloß den gelb- oder weißbunten Zitronenthymian, es lohnt sich aber, nach dem grünen Zitronenthymian Ausschau zu halten, denn der ist deutlich robuster als die bunten Sorten. In den Tropen gibt es außerdem eine Reihe von Pflanzen, die botanisch zwar kein Thymian sind, aber trotzdem so verwendet werden.

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Ysop

Ysop ist ein hübsches Würzkraut, das nicht sehr häufig genutzt wird, aber ein sehr angenehmes Aroma hat. Als Faustregel gilt, dass überall wo Salbei verwendet werden kann, auch Ysop als Gewürz passt. Ysop ist unkompliziert anzubauen und braucht lediglich etwas Winterschutz.

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Weinraute

Weinraute ist ein aromatisches, eher bitteres Kraut, das bei den Römern sehr beliebt war. Im Garten ist Weinraute unkompliziert anzubauen und vollkommen winterhart. Bei der Weinraute ist zu beachten, dass das Kraut eine leicht abtreibende Wirkung hat, Schwangere sollten also um Weinraute zur Sicherheit einen Bogen machen. Als Ersatz für Weinraute sind meiner Meinung nach Bockshornkleeblätter ganz brauchbar.

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Sellerie

Schnittsellerie ist ein Würzkraut, das bei den alten Römern ungemein beliebt war und dasselbe Aroma wie Knollen- und Stangensellerie aufweist. Das verwundert auch nicht, den alle drei Versionen gehören derselben Art an. Ähnlich wie Petersilie kann Sellerie im Beet etwas kompliziert sein, da er sich nicht mit Salat und Kartoffeln verträgt. Außerdem sollte man Sellerie und Petersilie nicht nacheinander säen.

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Schnittlauch

Schnittlauch (Allium schoenoprasum) ist neben Petersilie eines der beliebtesten Würzkräuter in Deutschland. Abgesehen von Süßspeisen passt er aber auch zu nahezu allen Gerichten. Der Anbau ist recht einfach, vorausgesetzt der Schnittlauch bekommt ein schön sonniges Plätzchen. Wenn man möchte, kann man nach dem ersten Frost einen Schnittlauchhorst ausgraben und im Zimmer antreiben. Schnittlauch kann man auch in recht guter Qualität in Supermärkten kaufen. Größer als Schnittlauch ist die Winterheckenzwiebel (A. fistulosum). Sie hat ein nahezu reines Zwiebelaroma. Ähnlich wie Schnittlauch wird Schnittknoblauch (A. tuberosum) eingesetzt. Er hat keine runden, sondern abgeplattete Blätter und, wie der Name sagt, einen Knoblauchgeruch. Wenn man Knoblauchzehen gesteckt hat, kann man auch die Knoblauchblätter verarbeiten.

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Salbei

Salbei ist ein unentbehrliches Würzkraut für die Fleischküche. Die am häufigsten verwendete Art ist Salvia officinalis. Diese Art hat nicht nur kulinarischen Wert, sondern hilft auch wunderbar gegen Halsweh. Salbei ist recht pflegeleicht, sofern er ein sonniges und nicht zu feuchtes Plätzchen hat. Da er im Winter seine Blätter behält, benötigt er ein wenig Schutz gegen scharfe Ostwinde. Im Frühjahr kann man außerdem alte, kahle Zweige zurückschneiden. Neben dem echten Salbei gibt es eine reiche Zahl anderer Arten und Sorten, die z.B. nach verschiedenen Früchten riechen können. Diese Arten sind aber oft nicht winterhart.

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Rauke

Rauke, oder auf Italienisch Rucola, ist in letzter Zeit ein Modekraut geworden. Es gibt eine ausdauernde und winterharte Raukeart (Sisymbrium officinale) und eine einjährige Art (Eruca sativa). Beide Sorten haben einen pikant-nussigen Geschmack. Wie viele Salatkräuter sollte Rauke nicht erhitzt werden, da sonst die pikante Note verloren geht und nur ein langweiliger nussiger Geschmack übrig bleibt. Beide Rauken erntet man vorzugsweise im Frühsommer, da der Geschmack von blühender Rauke eher unangenehm ist.

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Petersilie

Petersilie ist des Deutschen liebstes Würzkraut, weshalb die deutsche Küche gelegentlich als Salz-Pfeffer-Petersilien-Küche beschrieben wird. Bei der Blattpetersilie gibt es zwei Grundformen: Kraus und glatt. Die glatte Petersilie ist in der Regel würziger als die krause Petersilie. Der Anbau im Topf wird leider kaum klappen, da Petersilie eine lange Pfahlwurzel hat. Im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern verträgt die Petersilie auch Halbschatten. Man muss jedes Jahr den Standort wechseln, da Petersilie nicht mit sich selbst verträglich ist (etwa nach 3 Jahren kann man wieder an derselben Stelle Petersilie säen). Kopfsalat verträgt sich im Beet gar nicht gut mit Petersilie, man sollte also keinen Salat neben oder nach Petersilie pflanzen. Petersilie sollte nur frisch verwendet und nicht gekocht werden. Wenn man Petersilie kochen will, kann man zur Wurzelpetersilie greifen.

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