Chicken Tikka Masala

Chicken Tikka Masala ist ein britisches Gericht mit indischem Ursprung. Es ist recht aufwändig (man muss bereits einen Tag vorher mit der Vorbereitung anfangen), schmeckt dafür aber sehr, sehr gut. Für eine Person benötigt man:

  • eine vorbereitete Hühnerbrust
  • großzügige Mengen Ghee oder alternativ hitzebeständiges Pflanzenöl
  • 2 Cardamomhülsen
  • ein Stück Zimtstange (2 fingerbreit)
  • 1 kleine Zwiebel (fein gewürfelt)
  • Paste aus 1 kleinen bis mittleren Knoblauchzehe und 1 fingerbreit Ingwer (alternativ: beides so fein wie möglich hacken und vermischen)
  • ½ TL Kreuzkümmel (gemörsert)
  • ½ TL Koriandersamen (gemörsert)
  • ½ TL Paprika edelsüß
  • bis zu ½ TL Cayennepfeffer
  • ¼ TL Kurkuma
  • 2 Tomaten (gehäutet, entstietzt, gewürfelt)
  • außerhalb der Erntezeit der Tomaten (oder generell bei importierten oder Gewächshaustomaten): ½ TL Tomatenmark
  • ½ TL Garam Masala
  • 2-3 EL Naturjoghurt (entspricht knapp 100g)1
  • frischer Koriander zum Servieren

Das in Joghurt marinierte rohe Fleisch wird so gut es geht von der Marinade befreit, auf einem Backblech ausgebreitet und bei der höchstmöglichen Temperatur auf einer der oberen Schienen im Ofen gegart. Das dauert ca. 10 Minuten, weshalb man das Fleisch etwa dann in den Ofen schieben sollte, wenn man mit der Zubereitung der Sauce anfängt.

Der Inhalt der Cardamomhülsen und die Zimtstange werden im heißen Fett angeschwitzt. Die Zwiebeln werden zugefügt und angebraten, bis sie zu bräunen anfangen. Anschließend werden Knobi und Ingwer zugegeben und kurz angeschwitzt. Als nächstes kommen Kreuzkümmel, Koriander, Paprika, Cayennepfeffer und Kurkuma (alles gut miteinander verrieben2) hinzu. Die Gewürze werden ebenfalls angeschwitzt, und zwar bis es zur starken Geruchsentwicklung kommt, was nicht viel länger als eine halbe Minute dauern sollte. Nun werden die Tomaten, das Garam Masala, der Joghurt und ggf. das Tomatenmark zugefügt. Die Sauce muss so lange köcheln, bis die Tomaten zerfallen sind. Sobald die Sauce sämig ist, wird gekostet und gesalzen. Zuletzt wird das vorgegarte Fleisch in der Sauce geschwenkt.

Beim Servieren kann man frischen Koriander über das Essen streuen. Als Beilage dienen Basmatireis oder Brot. Es hindert einen natürlich auch niemand daran, auf das Fleisch zu verzichten und nur die Tomatensauce zu kochen.

  1. Zusammen mit dem Joghurt, der in die Marinade kommt, macht das etwa 200g Joghurt. []
  2. Das Gefäß, in dem man die Gewürze gemischt hat, kann man wunderbar vom Kurkuma-Gelb befreien, wenn man darin nacheinander 2-3 kleine Portionen leicht angefeuchtetes Kaisernatron verreibt. []

Dieser Beitrag wurde bereits 2177 x gelesen.

Kommentieren



mariakaefer, Freitag, 31. Dezember 2010, 11:26
Ah - da hab ich vorgestern im ganzen Internet nach einem CTM-Rezept gesucht, das mir gefällt, nur um heute zu merken, dass du ja auch eins da hättest. Mein Kochexperiment war dann zwar auch ziemlich lecker (nach diesem Rezept: http://www.greedygourmet.com/2010/10/31/chicken-tikka-masala/ ), aber deine Variante will ich jetzt unbedingt auch noch ausprobieren. Sobald mich meine Familie wieder in die Küche lässt - die stehen meinen Kochversuchen immer etwas skeptisch gegenüber. ;-) Aber ich muss das ja ausnützen, wenn ich mal eine Küche mit Backofen zur Verfügung hab, der fehlt mir nämlich in meiner Studentenwohnung...

muerps, Freitag, 31. Dezember 2010, 14:31
Das CTM-Rezept hier ist glaub ich aus 3 Rezepten zusammengefügt, ich weiß aber gar nicht mehr, wo ich die alle herhatte (mindestens eins von BBC Recipes war aber auf jeden Fall dabei). Ich hab mich an die Rezepte mit frischen Tomaten gehalten, weil Tomatenmark oft etwas muffig schmeckt. Außerhalb der Saison ist das zwar nötig, um den Tomaten etwas mehr Geschmack zu verpassen, aber wenn es geht, koche ich lieber tomatenmarkfrei.

Mein unsaniertes Studentenwohnheim hat zwar ne nicht regelbare Heizung und zu wenig Steckdosen (ein Hoch auf den Erfinder der Steckerleiste), aber dafür stehen in der Etagenküche 2 Herde. Ist praktisch, wenn man extrem aufwändige Spargelgerichte oder größere Mengen Gebäck machen will.