Makkaroni mit Schinken und Parmesankäse

Was heutzutage Nudeln mit Tomatensauce ist, war zu Kaisers Zeiten Auflauf von Makkaroni mit Schinken und Parmesan – das ultimative Lieblingsessen für Kinder aller Altersgruppen.1 Dieses Essen war so beliebt, dass Henriette Davidis den Schinkennudeln ein eigenes Kapitel in ihrem Kochbuch gewidmet hat. Das folgende Rezept ist nahezu unverändert von ihr übernommen und viel leckerer als Nudel-Schinken-Gratin aus der Tüte. Man nehme für zwei bis drei Portionen:

  • 200 g Nudeln
  • 1 Zwiebel
  • wenn gewünscht: 1 Knoblauchzehe
  • 200 g Kochschinken, gewürfelt
  • 100 g Parmesan
  • 100 g sonstigen Reibekäse (z.B. Gouda)
  • 200 g saure Sahne
  • optional: ein paar Champignons in Scheiben
  • reichlich Pfeffer
  • etwas Semmelbrösel
  • 1 ofenfeste Pfanne

Während die Nudeln kochen, dünstet man die Zwiebeln und den Knoblauch in etwas Butter bis die Zwiebeln glasig werden. Dann fügt man die Schinkenwürfel und optional die Champis zu und brät sie an. Wenn die Nudeln gar sind, kommen auch sie in die Pfanne. Dann rührt man Käse und saure Sahne unter und gibt noch etwas Wasser dazu – etwas weniger, als das Volumen der sauren Sahne. Anschließend pfeffert gründlich gründlich und je nachdem, wie salzig der Schinken und der Käse sind, muss man außerdem nachsalzen. Man kann nun gleich servieren, oder man bäckt die Schinkennudeln im Ofen. Dafür bebröselt man die Oberfläche vom Auflauf mit Semmelbrösel und setzt ein paar Butterflöckchen auf. Die Pfanne wandert nun für eine halbe Stunde bei Mittelhitze in den Ofen, bis der Auflauf schön goldbraun gebacken ist.

  1. Man kann es sich heute kaum noch vorstellen, aber vor dem 2. Weltkrieg waren Tomaten bei weitem nicht in alle Teile Deutschlands vorgedrungen. Meine Großmutter zum Beispiel hat Tomaten erst nach dem Krieg kennengelernt, obwohl bei ihr zu Hause in Schlesien sehr vielfältig und gut gekocht wurde. []

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