Mittwoch, 17. Februar 2016

Selbstgemacht macht mehr Spaß: Baked Beans

Selbstgemachte Baked Beans sind gar nicht so aufwendig, aber man muss einiges an Zeit einplanen. Entgegen dem Namen müssen sie nicht im Ofen gebacken werden, sondern in moderneren englischen Rezepten werden sie im Topf zubereitet. Man nehme für vier Portionen:

  • ½ Tasse weiße Bohnen (es gibt große und kleine weiße Bohnen – für dieses Rezept werden die kleinen Weißen Bohnen benötigt; Bohnen aus Wurzen z.B. sind die richtige Größe)
  • 100 g Bacon (optional)
  • 1 große Zwiebel, gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • ⅓ Tasse / 75 g Zucker
  • etwas Wein oder trockenen Sherry zum Ablöschen
  • knapp 100 ml Weinessig (nicht Balsamico)
  • 400 ml passierte Tomaten
  • ¼ l Wasser
  • 1 EL Tomatenmark
  • ¾ TL Salz
  • Pfeffer und Brown Sauce zum Abschmecken

Die Bohnen werden eingeweicht und in reichlich Wasser etwas kürzer als nach Packungsanleitung gekocht – sie sollen gerade so durch sein, aber auf keinen Fall schon richtig weich. Dann werden sie abgegossen und beiseite gestellt.

Für die Sauce werden ein Stich Butter und ein Schluck Olivenöl erhitzt. Wenn man Bacon nimmt, brät man ihn nun an, bis er richtig schön tiefbraun ist. Dann kommen Zwiebel und Knobi hinzu, die gebrutzelt werden, bis die Zwiebeln schön weich und eventuell leicht goldgelb werden. Nun wird der Zucker zugeschüttet und kräftig durchgerührt. Man löscht mit Sherry oder Wein ab und rührt erneut gut durch, damit sich im Topf kein trockener Zucker mehr befindet. Der Alk kocht nun ein und wenn die Flüssigkeit fast weg ist, fängt der Zucker an zu karamellisieren. Jetzt muss man immer kräftig rühren, damit nichts anbrennt. Wenn der Zucker den gewünschten Braunton erreicht hat, werden Essig, Passata, Tomatenmark, Wasser und Salz zugegeben. Man kocht auf und fügt die Bohnen zu. Dann kocht man auf niedriger Stufe für mindestens anderthalbe Stunde (zwischendurch ab und an mal umrühren), bis die Tomatensauce schön dick geworden ist – die Sauce soll deutlich dicker werden, als die Pampe aus der Dose. Zum Schluss schmeckt man mit Pfeffer, ggf. noch etwas Salz und einem Schuss Brown Sauce ab und lässt alles einen Tag durchziehen.

Die Bohnen kann man zum englischen Frühstück essen (ich liebe es ja, wenn das Eigelb vom Spiegelei verläuft und sich mit der Bohnensauce vermischt und man dann alles so schön mit nem Stück Toast aufditschen kann) oder beans on toast als schnelles Abendbrot. Bei letzterer Variante kann man beim Warmmachen der Bohnen etwas Käse zugeben, oder man streut ein wenig Reibekäse drüber, wenn man die Bohnen übers Toast gekippt hat, was man anschließend noch ein wenig überbacken kann.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Donnerstag, 21. Januar 2016

Römische Bohnen

Römische Bohnen sind eine schöne Beilage wenn man mal Lust auf Hülsenfrüchte hat und nicht noch Aufwand für die Beilage treiben will. Man nehme pro Person:

  • ¼ Tasse Augenbohnen, eingeweicht und anschließend vorgekocht
  • ¼ TL Olivenöl
  • ¼ TL Fischsauce
  • ½ TL trockener Weißwein oder heller Sherry
  • 1 Prise gemörserter schwarzer Kreuzkümmel (alternativ normaler Kreuzkümmel)

Öl, Fischsauce, Wein und Kreuzkümmel werden vermischt und zu den abgegossenen Bohnen zugefügt. Alternativ kann man, damit die Würzsauce besser haftet, die Bohnen mit etwas Mehlschwitze und einem kleinen Rest Kochwasser abbinden, bevor man die andere Zutaten zufügt.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Sonntag, 24. August 2014

Pasta e Fagioli

Pasta e fagioli, übersetzt Nudeln mit Bohnen, ist eine ziemlich dicke und gehaltvolle italienische Suppe. Für eine Portion nehme man:

  • ½ Tasse Bohnen – klassischerweise nimmt man große weiße Bohnen oder Borlotti-Bohnen, aber jede andere größere neuweltliche Bohne tuts auch
  • 50 g Nudeln – Muschelnudeln oder andere kleine Nudeln
  • 1 kleine Zwiebel, gehackt
  • 1 kleine Knoblauchzehe, gescheibt
  • 1 Salbeiblatt (bei Supermarktsalbei entsprechend mehr)
  • 100 ml passierte Tomaten
  • 200 ml Fleischbrühe nach Wahl
  • frisch geriebener Parmigiano

Zwiebel, Knobi und Salbei werden in Olivenöl sanft angebraten bis die Zwiebeln glasig sind. Dann werden die über Nacht gewässerten Bohnen zugefügt und in einem reichlichen halben Liter frischem Wasser gekocht. Wenn die Bohnen durch sind, gießt man die Passata und die Brühe zu und kocht auf. Jetzt kann man schonmal mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nach dem Aufkochen werden die Nudeln zugegeben und gekocht bis sie al dente sind. Je nachdem wie flüssig man die Suppe haben möchte, kann man dabei noch überschüssiges Wasser rauskochen.1 Vor dem Servieren wird noch großzügig Parmesan unter die Suppe gezogen.

  1. Alternativ kann man, um eine ganz dicke Suppe zu erzielen, einen Teil der gekochten Bohnen durchs Sieb streichen bevor man Brühe und Passata zufügt.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Sonntag, 6. April 2014

Chili sin Carne

Es bietet sich an, Chili con Carne in ein vegetarisches Gericht umzuwandeln. Damit das auch schmeckt, braucht man etwas hochwertigere Zutaten als für ein einfaches Chili. Hauptgeschmacksgeber ist der Chipotle-Chili, der dem ganzen ein angenehm rauchiges Aroma verpasst. Man nehme für 3 Portionen:

  • 2 Tassen Kidney- oder Wachtelbohnen, über Nacht vorgequollen
  • 1 Zwiebel, gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Chipotle-Pulver, alternativ 3 in warmen Wasser vorgequollene und anschließend gehackte Chipotle-Chilis
  • 1 TL Oregano (vorzugsweise Lippia graveolens oder Monarda fistulosa ssp. menthifolia), fein gemörsert
  • 2 TL Kreuzkümmel, frisch gemahlen
  • 1 Packung passierte Tomaten
  • 1,5 TL Salz

Die Bohnen werden in einem großen Topf in gut zwei Liter Wasser gekocht, was mindestens anderthalb Stunden dauert. Kurz bevor sie gar sind, brät man in einer Pfanne Zwiebel und Knoblauch in etwas geschmacksneutralem Fett leicht braun. Nun werden die 3 Gewürze zugegeben und kurz angeschwitzt – wichtig hierbei ist, dass noch genug Fett in der Pfanne ist, damit der Chipotle nicht anbrennt und bitter wird. Anschließend wird mit der Passata abgelöscht. Das Salz wird zugefügt und die Sauce aufgekocht. Diese Tomatensauce wird zu den Bohnen zugefügt und auf die gewünschte Dicke eingekocht. Anschließend zieht das Chili sin Carne noch mindestens einen Tag durch.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Donnerstag, 16. Januar 2014

Bohnen-Pilz-Curry

Bohnencurries mag ich sehr und Pilze mag ich auch. Die logische Konsequenz ist ein Bohnen-Pilz-Curry. Man nehme pro Portion:

  • ½ Tasse Bohnen - möglichst nicht Kidneybohnen, sondern besser eine kleine Sorte, die nicht so dominant nach Stärke schmeckt
  • 125 g Pilze
  • ½ TL Kreuzkümmel
  • 1 fingerbreit Zimt
  • ½ Zwiebel, gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, zerquetscht
  • 200 ml passierte Tomaten
  • 1 TL gemahlener Koriander
  • ½TL gemahlener Kreuzkümmel
  • je eine Msp. Kurkuma und Cayenne-Pfeffer
  • reichlich ½ TL Salz

Die Bohnen werden über Nacht in reichlich Wasser eingeweicht und anschließend in einem großzügigen halben Liter frischem Wasser gekocht. Wenn die Bohnen auf dem Herd stehen, kann man mit der Vorbereitung der restlichen Zutaten anfangen.

Gewürzt wird dieses Bohnencurry wie immer mit einer würzigen Pampe, die separat in einer Pfanne zubereitet wurde. Hierfür werden der ungemahlene Kreuzkümmel und der Zimt in heißem Öl angeschwitzt, bis der Kreuzkümmel laut zu brutzeln anfängt. Sogleich werden Zwiebeln und Knobi zugefügt und gründlich gebräunt. Nun kommen die gescheibten Pilze in die immer noch ziemlich heiße Pfanne. Wenn die Pilze zusammengefallen sind, werden die gemahlenen Gewürze zugefügt und kurz durchgerührt. Jetzt kommen die Passata und das Salz dazu. Das lässt man jetzt einige Minuten bei verringerter Hitze köcheln, bis eine richtig schön dicke Paste entstanden ist.

Wenn die Bohnen gar sind, wird die Tomaten-Pilz-Paste zu den Bohnen gekippt. Man lässt die Bohnen jetzt so lange leise köcheln, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Zum Schluss wird mit etwas Pfeffer abgeschmeckt und wenn man möchte, kann man etwas Koriandergrün oder glatte Petersilie unterrühren.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Sonntag, 24. November 2013

Kichererbsencurry

Kichererbsencurry ist etwas, wenn es ganz schnell gehen soll. Man nehme für 2 Portionen:

  • Inhalt eine 400-ml-Dose Kichererbsen, abgegossen und gründlich abgespült
  • 2 eher kleine Kartoffeln, gewürfelt
  • eine einigermaßen große Zwiebel, gewürfelt
  • eine Zimtstange
  • 4 Kardamomkapseln
  • 1 großes Lorbeerblatt
  • 2 mittelgroße Tomaten
  • 3 fingerbreit Ingwer
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 bis 3 Chilis
  • ¾ TL Koriandersaat
  • 1½ TL Kreuzkümmel
  • knapp ½ TL Kurkuma
  • knapp ½ TL Cayennepfeffer
  • reichlich Koriandergrün

Alle Zutaten ab den Tomaten werden ggf. grob zerkleinert und im Mixer zerkleinert (wenn die Tomaten nicht so wässrig sind, muss man etwas Wasser zugeben). Zimt, Kardamom und Lorbeer werden in reichlich Fett – Pflanzenöl oder Ghee – erhitzt, bis sich die Kardamomkapseln aufplustern und die Zimtrolle sich entrollt. Sogleich werden Zwiebel und Kartoffeln zugefügt und angebraten, bis die Zwiebeln langsam braun werden. Dann wird die Pampe aus dem Mixer zugefügt und gekocht, bis sie eine gleichmäßige Konsistenz angenommen hat (das dauert wenige Minuten). Dann werden die Kichererbsen zugefügt und man salzt. Das Curry kocht jetzt – ggf. unter Zugabe von etwas Wasser, wenn die Sauce zu dick geworden ist – bis die Kartoffeln durch sind.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Donnerstag, 31. Oktober 2013

Frijoles Refritos

Frijoles Refritos sind ein Grundnahrungsmittel der mexikanischen Küche und auch in den Staaten der USA verbreitet, die mal zu Mexiko gehörten. Zur Zubereitung werden pro Person ½ Tasse eingeweichte Bohnen – ggf. mit etwas Bohnenkraut oder Epazote – in reichlich ½ l Wasser gekocht bis sie schön weich sind (in den USA werden dafür in der Regel Wachtelbohnen verwendet, in Mexiko eher schwarze Bohnen). Die Bohnen werden abgegossen, dabei wird die Kochflüssigkeit aufgefangen – je nach Konsistenz der Bohnen braucht man davon etwa 125 ml zur weiteren Zubereitung der Frijoles Refritos. Wenn man möchte, kann man die gekochten Bohnen jetzt über Nacht in der aufgefangenen Flüssigkeit im Kühlschrank aufbewahren, oder man macht gleich weiter. Die Bohnen und die Flüssigkeit werden wieder erwärmt und dabei mit einem Kartoffelstampfer zu Brei zermanscht. Nun kann man nach Belieben würzen – auf jeden Fall mit Knoblauch und Salz, oder man rührt ein bisschen Butter unter, und wenn man das keinem Mexikaner erzählt kann man z. B. auch ein bisschen Paprika edelsüß reinrühren. Ebenso kann in Teelöffel Chiliwürze geschmacklich Wunder wirken. Wenn man die Frijoles Refritos als Sättigungsbeilage verwendet, kann man auf dem Teller auch noch ein Ideechen Reibekäse drüberschmelzen.

Ich bin nicht sicher, ob dieses Gericht mit Dosenbohnen gelingt. Dann könnte man zwar gleich mit dem Zermanschen anfangen, aber ich scheue mich immer, die Bohnenflüssigkeit aus der Dose zu nehmen, weil deren Konsistenz so bäh ist. Dann müsste man stattdessen normales Wasser nehmen und vermutlich vorsichtiger dosieren, da die Bohnenflüssigkeit von selbstgekochten Bohnen Stärke enthält, die den Frijoles Refritos natürlich auch noch Konsistenz gibt. Letztenendes brauchen die Bohnen beim Kochen auch kaum Aufsicht, der Aufwand hält sich also in Grenzen, wenn man mit trocknen Bohnen anfängt.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Samstag, 24. August 2013

Erbseneintopf

Erbseneintopf ist wunderbar lecker und wunderbar einfach. Pro Person koche man eine halbe Tasse Schälerbsen in einem reichlichen halben Liter Wasser. Jetzt kann man erstmal etwas anderes machen und die Erbsen mit leicht geöffnetem Deckel kochen lassen. Nach etwa einer Stunde gießt man einen Viertelliter Brühe zu und kocht den Eintopf weiter, bis die Erbsen komplett zu Pampe geworden sind. Dann wird der Eintopf noch nach belieben gewürzt und mit schön knusprig angebratenem Speck oder mit zerschnittenen Würstchen verfeinert. Etwas schärfer wird der Eintopf mit einem halben Teelöffel Chipotle, wodurch man gleichzeitig einen wunderbaren rauchigen Beigeschmack erzielt.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Sonntag, 17. März 2013

Garri mit Bohnen und Fleisch

Dieses Rezept folgt der althergebrachten Sitte, Teile des Fleischs mit Bohnen zu ersetzen, um Geld zu sparen und das Gericht trotzdem nahrhaft zu halten. Man nehme für eine Portion:

  • ¼ Tasse getrocknete Augenbohnen, über Nacht eingeweicht und anschließend gekocht
  • 100 g Fleisch (Huhn, Lamm, Schwein...), in kleinen Würfeln
  • 1 Zwiebel, gehackt
  • 1 Tomate, gepellt und gewürfelt
  • ⅛–¼ Scotch Bonnet, gehackt
  • ½ Tasse Garri, alternativ Couscous

Das Fleisch wird in hitzebeständigem Pflanzenöl scharf angebraten bis es rundum schön braun ist. Dann werden Zwiebeln, Chilis und Tomaten zugefügt und auf mittlerer Hitze gekocht, bis die Tomaten gut zerfallen sind. Nun werden die Bohnen zugefügt und erwärmt. Die fertige Masse wird unter das in heißem Wasser gequollene Garri gerührt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Donnerstag, 26. Juli 2012

Südafrikanisches Bohnencurry

Dieses südafrikanische Rezept mit indischem Ursprung ist geschmacklich eine Kreuzung aus Curry und Chili sin Carne. Pro Person nehme man:

  • ½ Tasse getrocknete Kidneybohnen
  • je 1 Prise Teufelsdreck, schwarze Senfsaat und Kreuzkümmel
  • 2 Tomaten, gepellt, entstiezt, entkernt, gehackt
  • je knapp ½ TL Koriander, Kreuzkümmel (jeweils frisch gemahlen) und Zucker
  • 1 Msp. Kurkuma
  • ½ Knoblauchzehe, gepresst
  • ½ TL geriebenen Ingwer
  • ½ TL Salz
  • 1 Chilischote (für eine angenehme Schärfe)

Die Bohnen werden über Nacht in reichlich Wasser eingeweicht. Am folgenden Tag wird das Einweichwasser abgegossen und die Bohnen abgespült, bevor sie in reichlich ½ l Wasser für knapp zwei Stunden gekocht werden – der Topf sollte zumindest am Anfang nicht vollständig bedeckt sein, da die Bohnen sonst schnell überkochen. Mit der Vorbereitung der anderen Zutaten sollte man anfangen, wenn die Bohnen nur noch eine halbe Stunde brauchen.

Teufelsdreck (macht angeblich die Bohnen besser verdaulich), Senf und Kreuzkümmel werden in etwas heißem Fett angeschwitzt, bis die Senfsamen aufploppen. Dann werden die Tomaten zugefügt und gut durchgerührt. Die restlichen Zutaten werden auf einen Schlag dazugegeben. Diese Würzmischung muss nun noch einige Minuten kochen, bis die Tomaten weich werden. Dann wird sie auf die Bohnen geschüttet. Zusammen muss das Curry noch etwa eine Viertelstunde ganz leise vor sich hinköcheln.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren