Kakao mit mehr Milchschaum als zwingend nötig

Da dieser Winter sehr lang und schneereich ist (und mir meine Nachbbarin über ihren Urlaub Milch hinterlassen hat), habe ich diesjahr so viel Kakao wie noch nie zuvor getrunken. Inzwischen habe ich es mir zum Sport gemacht, Milchschaum dafür zu schlagen. (Mein Rekord liegt bei einer Tasse Milchschaum aus einer dreiviertel Tasse Milch. Ich beabsichtige nicht, noch mehr Milchschaum zu produzieren, das ist nämlich hart an der Grenze, an der man den Kakao noch vernünftig trinken kann.)1

Für eine Tasse Kakao benötigt man eine Tasse Milch, die unbedingt frisch aus dem Kühlschrank kommen muss, sowie je 2 Löffel 100%iges Kakaopulver und Zucker. Der Großteil der Milch wird in den Topf gegossen, um darin erhitzt zu werden. In der kleinen Menge Milch, die übrig bleibt – grob gepeilt sollte die Milch pro Portion etwa einen Zentimeter hoch in der Tasse stehen – werden Kakaopulver und Zucker dispergiert, am besten mit einem kleinen Schneebesen. Das kann man zumindest bei einer Einzelportion problemlos in der Tasse machen, aus der auch der Kakao getrunken werden soll.

Die gut gekühlte Milch wird unter ständigem kräftigen Rühren erhitzt. Dafür ist kein Milchkochtopf nötig, stattdessen geht das in einem normalen Topf (der guten Handhabung wegen mit möglichst großen Griffen) am einfachsten. Die Milch muss von Anfang an, also auch, wenn sie noch ganz kalt ist, kräftig mit einem großen, stabilen Schneebesen gerührt werden und man darf mit dem Rühren während des Erhitzens nicht aufhören. Die Milch ist heiß genug, wenn der Schaum von alleine plötzlich stark zunimmt. Dann nimmt den Topf vom Herd, schöpft mit einem Löffel den Schaum ab, stellt ihn beiseite, gießt die heiße Milch auf die Kakaopulverpampe, rührt um und drapiert den Milchschaum obendrauf. Wenn man möchte, kann man noch ein Ideechen Kakaopulver auf den Milchschaum streuen.

  1. Die Milchschaummenge scheint keine Funktion der Milchmenge oder der Rührstärke bzw. -Dauer, sondern des Topfdurchmessers zu sein: Wenn ich einen kleinen Topf nehme, kriege ich immer eine dreiviertel Tasse zusammen, wenn ich einen großen Topf nehme, wird es immer wesentlich mehr, auch wenn sich in beiden Töpfen das gleiche Volumen Milch befindet. []

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sid, Sonntag, 14. Februar 2010, 23:58
-> Milchbart : )

Als ich damals meinen Milchschäumer bekommen hab, konnt ich gar nicht aufhören den zu benutzen. Ich hab an einem Tag einen Liter Milch verschäumt getrunken. Bis mir schlecht war : )

muerps, Sonntag, 14. Februar 2010, 23:59
Nee, Milch an Nase.

sid, Sonntag, 14. Februar 2010, 23:59
Stimmt - find ich auch besser : )

(Milchbart, den hatte letzten mein Kurzbesuch, daher fiel mir das ein.)

muerps, Montag, 15. Februar 2010, 00:29
Ich schlag ja per Hand auf, da erreich ich natürlich nicht solche Mengen. Eigentlich mag ich Milchschaum auch gar nicht sooo gerne, aber das Aufschlagen macht halt so nen Spaß (das ist so wie mit den Leuten, denen Pilze sammeln besser gefällt als Pilze essen).

sid, Montag, 15. Februar 2010, 01:01
Ich steh sonst auch nicht sooo auf Milch, aber nach dem Schaum wurde ich süchtig.

Das war auch so, als ich den Entsafter bekommen hab - da gabs tagelang literweise Saft, bis .. nun ja : )
Jetzt einmal im Monat, oder wenn ich viel Zeit hab, einmal in der Woche. Das lästigste ist ja das Saubermachen. Wär das ne Spur unkomplizierter (bei der eh schon unkomplizierten aber männerbedachten Konstruktion), gäbs wohl noch mehr Saft.

prof.muthandi, Dienstag, 23. März 2010, 11:32
...Schaumschläger :-)

muerps, Mittwoch, 24. März 2010, 12:14
Aber immer doch. Nichts anderes mach ich hier ;)