Sonntag, 6. April 2014
Frybread

Frybread hat seinen Ursprung bei den Indianerstämmen des Südwestens der USA, die nach der Vertreibung wegen der schlechten Qualität des ihnen zugewiesenen Landes ihre Ernährung teilweise umstellen mussten und teilweise auf Lebensmittellieferungen der US-Regierung angewiesen waren. Frybread ist schnell zubereitet und lässt sich als Beilage verwenden oder als Taco belegen. Man nehme für 5 Brote:

  • 500 g Mehl
  • 5 TL Backpulver
  • 275 ml Wasser
  • geschmacksneutrales Pflanzenöl

Die Zutaten werden vermischt und gründlich per Hand geknetet. Wenn der Teig langsam glatt wird (er bleibt recht fest), wird er in fünf Teile geteilt. Jeder Teigklumpen wird nun behutsam er Hand in Fladenform gezogen, ohne dass dabei Risse entstehen. Am Ende sollen die Fladen etwa einen halben Zentimeter dick sein. Die Fladen werden nun schwimmend in heißem Fett ausgebacken, bis die Unterseite anfängt, braun zu werden. Dann werden sie gewendet, und die andere Seite wird gebräunt. Abschließend lässt man das Brot gründlich abtropfen.

Wenn man statt Backpulver Hefe nimmt und statt des Wassers 300 ml Milch (oder Milch und Wasser) verwendet, sowie ½ TL Salz zugibt, erhält man ungarische Lángos. Durch die Hefe wird die Zubereitung natürlich langwieriger, denn der Hefeteig muss nach dem Kneten etwa eine Stunde gehen, bevor er weiterverarbeitet werden kann. Lángos bestreicht man klassisch mit Knoblauch, der feingehackt in etwas warmen Wasser, einer Wasser-Öl-Mischung oder purem Öl durchgezogen ist. Wie von Jahrmärkten bekannt, kann Lángos aber genauso gut wie Crêpes belegt werden.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Chili sin Carne

Es bietet sich an, Chili con Carne in ein vegetarisches Gericht umzuwandeln. Damit das auch schmeckt, braucht man etwas hochwertigere Zutaten als für ein einfaches Chili. Hauptgeschmacksgeber ist der Chipotle-Chili, der dem ganzen ein angenehm rauchiges Aroma verpasst. Man nehme für 3 Portionen:

  • 1,5 bis 2 Tassen Kidney- oder Wachtelbohnen, über Nacht vorgequollen
  • 1 Zwiebel, gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Chipotle-Pulver, alternativ 3 in warmen Wasser vorgequollene und anschließend gehackte Chipotle-Chilis
  • 1 TL, vorzugsweise mexikanisch
  • 2 TL Kreuzkümmel, frisch gemahlen
  • 1 Packung passierte Tomaten
  • 1,5 TL Salz

Die Bohnen werden in einem großen Topf in reichlich anderthalb bis zwei Liter Wasser (abhängig von der Menge der Bohnen) gekocht, was mindestens anderthalb Stunden dauert. Kurz bevor sie gar sind, brät man in einer Pfanne Zwiebel und Knoblauch in etwas geschmacksneutralem Fett leicht braun. Nun werden die 3 Gewürze zugegeben und kurz angeschwitzt – wichtig hierbei ist, dass noch genug Fett in der Pfanne ist, damit der Chipotle nicht anbrennt und bitter wird. Anschließend wird mit der Passata abgelöscht. Das Salz wird zugefügt und die Sauce aufgekocht. Diese Tomatensauce wird zu den Bohnen zugefügt und auf die gewünschte Dicke eingekocht. Anschließend zieht das Chili sin Carne noch mindestens einen Tag durch.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Sonntag, 9. März 2014
Karamellisieren leichtgemacht

Ich hatte immer wieder Probleme mit dem Karamellisieren von Zucker. Wenn nur der Zucker im Topf ist, geht das noch recht gut, obwohl auch das manchmal nicht richtig klappen will. Am Karamellisieren der Zwiebeln für die Tomatensauce bin ich dagegen bisher immer gescheitert - das Fett zum Anbraten der Zwiebeln, dass sich noch in der Pfanne befindet, dürfte der Störfaktor sein. Inzwischen mache ich es mir einfach und karamellisiere mit Alkohol.

Man benötigt entweder geschmacksneutralen Alkohol, oder die Sorte Alkohol, die im zu kochenden Gericht später sowieso verwendet wird. Zum Karamellisieren streut man die gewünschte Menge Zucker in den Topf und gießt anschließend die gewünschte Menge Alkohol zu. Der Alkohol fängt nun an zu köcheln, wobei die Flüssigkeit natürlich immer mehr zusammendampft. Wenn die Flüssigkeit fast vollständig eingedickt ist, steigt die Temperatur sanft bis zu dem Punkt, an dem der Zucker karamellisiert und schön braun und zäh wird. Ist der gewünschte Karamellisierungsgrad erreicht, wird entweder mit dem normalen Rezept fortgefahren oder der Topf zum Abkühlen von der Flamme genommen und anschließend ausgeschleckt.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Samstag, 8. März 2014
Jollof-Reis

Jollofreis ist ein Gericht, dass in Westafrika weit verbreitet ist und mit praktisch allem verfügbarem Fleisch zubereitet werden kann oder auch ganz ohne Fleisch oder mit bereits gekochten Fleischresten. Man nehme pro Person:

  • 125 g Lamm- oder Hähnchenfleisch (optional)
  • 1 kleine Zwiebel, gehackt
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 Tomate, gepellt und gehackt
  • 1 Chili, gehackt
  • 1 kleine gewürfelte Paprikaschote (optional)
  • ½ Tasse Reis
  • 200 ml Brühe
  • etwas getrockneter Thymian

Das Fleisch wird in hitzebeständigem Pflanzenöl scharf angebraten und anschließend bei verringerter Hitze zuende gegart. Es wird aus der Pfanne genommen und warmgestellt.

Zwiebeln und Knobi werden im selben Öl angebraten. Dann werden die Tomaten und die Chili zugefügt und sanft geschmort, bis die Tomaten zerfallen. Dann wird die Brühe zugegossen und aufgekocht. Reis und ggf. Paprika werden zugefügt und nochmals aufgekocht. Wenn gewünscht, wird etwas Thymian drübergekrümelt. Nun wird der Reis auf ganz niedrige Stufe gedreht und zugedeckt 25 Minuten lang gegart (ohne zwischendurch den Deckel zu lüften!).

Wenn der Reis fertig ist, wird noch ein wenig abgeschmeckt und das Fleisch wieder zugefügt, um aufgewärmt zu werden. Wenn man langsam garende Fleischstückchen hat, kann man die Reihenfolge auch abändern und das Fleisch nach den Zwiebeln anschwitzen und für den ganzen Kochprozess im Topf lassen.

Als Abwandlung bietet es sich an, bereits gekochtes Fleisch zu verwerten. Dieses wird zusammen mit dem Reis in den Topf gegeben. Dies kann man auch so machen, dass man ein Suppenhuhn auskocht und das Fleisch und Teile der Brühe für den Jollof-Reis verwendet.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Doctor Who – New Eighth Doctor Adventures (Staffel 2)

Am Ende der ersten Staffel haben sich der Doctor und Lucie eingestanden, dass sie sich inzwischen so gut verstehen, dass sie gerne weiter zusammen reisen möchten. Dementsprechend dicke sind die beiden inzwischen, was wie in der vorherigen Staffel der größte Pluspunkt aller Folgen ist: Allein durch die schiere Präsenz von Lucie und dem Doctor werden mittelmäßige Folgen gut, und exzellente Folgen werden unaussprechlich exzellent.

Vom Format her orientieren sich die New Eighth Doctor Adventures sehr stark an der neuen Serie: Die Folgen sind in Staffeln organisiert und die Folgen sind jeweils 50 Minuten lang, mit Einzelfolgen und ein paar Doppelfolgen. Im gegensatz zur ersten Staffel fehlen aber die Ansagen mit den Credits.

Zu den einzelnen Folgen

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Sonntag, 2. März 2014
Doctor Who – Dritte Staffel (Classics)

Die dritte Staffel brachte einige Veränderungen für Doctor Who. Die Original-Companions haben bereits in der letzten Staffel aufgehört und nun wechselte auch das Produktionsteam.

Die dritte Staffel hat vermutlich den höchsten Durchsatz an Companions in der gesamten Geschichte von Doctor Who. Vicky, Ersatzenkelin für den Doctor reist bereits seit der ersten Hälfte der 2. Staffel mit dem Doctor. Sie bleibt bis zur zweiten Folge dieser Staffel, The Myth Makers in der TARDIS. In dieser Folge betritt Katarina, ein Dienstmädchen aus Troja, die TARDIS. Wegen allgemeiner Nichteignung wird sie gleich in der nächsten Folge, The Daleks' Master Plan als erster Companion überhaupt abgemurkst. Der Raumfahrer Steven Taylor reist seit der letzten Folge der vorherigen Staffel mit; er wird fast bis zum Ende der Staffel, bis The Savages, Companion bleiben. Teilweise als Companion aufgeführt wird Sara Kingdom, die in einigen Episoden von The Daleks' Master Plan mit dem Doctor gemeinsame Sache macht (und ebenfalls umgebracht wird). Für den Rest der Staffel, von The Massacre bis The War Machines gehört Dodo, die aus der damaligen Gegenwart stammt, zum TARDIS-Team. Sie wurde von den Produzenten nicht seh gemocht und deshalb ziemlich zeremonielos aus der Serie geschrieben. In der letzten Folge beginnen Polly und Ben ihre Abenteuer in der TARDIS.

Zur Auswertung der einzelnen Folgen

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Samstag, 1. März 2014
Doctor Who – Fünfte Staffel (Classics)

In der 4. Staffel begann und endete mit den Daleks, in der 5. Staffel kommt den Cybermen diese Ehre zu. Einige wiederkehrende Monster werden hier eingeführt und vor allem lernen wie in dieser Staffel Alistair Gordon Lethbridge-Stewart (hier noch ohne UNIT) kennen.

Der zweite Doctor ist deutlich weniger grummelig als der erste Doctor. Er erweckt bewusst einen durch und durch harmlosen Eindruck, weshalb er leicht unterschätzt werden kann. Sein dienstältester Companion, der bei allen außer einer Folge dabei ist, ist der Schotte Jamie. Er stößt in der Schlacht von Culloden in der (verlorenen) Folge The Highlanders zum TARDIS-Team und reist mit dem 2. Doctor bis zur Regeneration. Jamie fehlt zwar das technische Verständnis für neumodische Errungenschaften, aber davon lässt er sich nicht unterkriegen. Er ist außerdem furchtbar liebenswert. Neben Jamie hat der 2. Doctor noch einige andere Companions. Von der letzten Folge der vorherigen Staffel an, The Evil of the Daleks, bis zu Fury from the Deep (kurz vor Ende der fünften Staffel) gehört Victoria zur TARDIS-Besatzung, die aus viktorianischen Zeiten stammt. In der letzten Folge, The Wheel in Space, stößt Zoe Heriot zum TARDIS-Team.

Leider sind gerade die Episoden vom zweiten Doctor in besonderem Maße von den Löschungen betroffen, etwa die Hälfte aller Teilepisoden sind – womöglich unwiederbringlich – verloren. In der 5. Staffel sieht es immerhin schon besser aus als in der 4. Staffel – nur noch eine Folge ist gänzlich verloren, und es gibt sogar drei Serials, die vollständig erhalten sind. Damit man einen gewissen Eindruck von den verlorenen Folgen bekommen kann, hat die Beeb für die meisten der betroffenen Folgen Fotoromane zusammengestellt, für die bei der Produktion gemachte Fotos genutzt werden. Die erhaltenen Teilepisoden und Schnipsel der verlorenen Folgen sind in der Regel auf der Lost-in-Time-Box enthalten. Die Tonspuren der verlorenen Folgen sind erfreulicherweise vollständig erhalten und wurden auf CD bzw. zum Download veröffentlicht.

Die fünfte Staffel wird sogar noch mehr als die vierte Staffel von base-under-siege-Folgen dominiert. Die klassische Folge der 5. Staffel ist The Tomb of the Cybermen, die Inspiration für viele weitere Cybermen-Folgen ist. Ebenfalls lohnenswert sind The Enemy of the World und The Web of Fear, was der erste Auftritt von Col. Alistair Lethbridge-Stewart ist.

Zur Auswertung der einzelnen Folgen

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Sonntag, 16. Februar 2014
Doctor Who: Tales from the Vault

Aus Lizenzgründen können Grace Holloway und Chang Lee aus dem Fernsehfilm nicht bei Big Finish (und auch nicht mehr bei der BBC) auftauchen. Auch wenn es einerseits gut ist, den Film so weit wie möglich zu ignorieren, ist es doch irgendwie schade, dass diese beiden Figuren keine Chance mehr haben, in einer vernünftigen Doctor-Who-Folge aufzutreten. Bei Big Finish ist man daher den Weg gegangen, Daphne Ashbrook und Yee Jee Tso einzuladen, um im Rahmen der Companion Chronicles zwei exzellente Hörspiele aufzunehmen. Leider gibt es in dieser Konstellation nur zwei Hörspiele, da die Companion Chronicles 2014 eingestellt werden und dementsprechend keine längere Serie aus den Tales from the Vault gemacht wurde.

Tales from the Vault (Jonathan Morris)

Charlie Sato ist neuer Rekrut für ein streng geheimes UNIT-Archiv1. Beim Rundgang durch das Archiv bekommt er von seiner neuen Chefin Ruth Matheson verschiedenste Exponate vorgestellt, zu denen Tondokumente von Zoe Heriot, Jo Grant, Steven Taylor und Romana (in ihrer ersten Inkarnation) vorliegen.

Tales from the Vault ist ein sehr charmantes kleines Hörspiel, das einfach alles richtig macht. Die beiden Hauptdarsteller harmonieren bestens und die "Tondokumente" geben einen hübschen Einblick in vergangene Doctor-Who-Ären. Dabei wird so mit dem Medium Hörspiel gearbeitet, dass sich die Geschichten der früheren Companions wunderbar in die Rahmenhandlung einfügen.

Mastermind (Jonathan Morris)

Geschichtenstunde mit dem Master: UNITs bedeutendster und gefährlichster Gefangener, der Master, ist aus der Ruhestarre erwacht. Ruth und Chalie interviewen ihn, um herauszufinden, wie er von San francisco im Jahr 1999 zu UNIT gekommen ist.

Näher als mit Mastermind wird Big Finish dem Fernsehfilm wohl nicht mehr kommen. Geoffrey Beevers mit seiner sehr angenehmen, fast schon einlullenden Märchenonkelstimme ist für Hörspiele die Idealbesetzung für den Master. In diesem Companion Chronicle gelingt dadurch, was sonst nur die wenigsten Folgen schaffen: Man bekommt ein Gefühl dafür, wie gefährlich und abstoßend der Master ist. Gleichzeitig ist er ein äußerst charmanter Erzähler, aber genau das ist ja seine Masche und sein Charme macht ihn noch gruseliger. Wie im Vorgängerhörspiel wird das Medium Hörspiel gut ausgenutzt. Beispielsweise werden alle Nebenrollen von Daphne Ashbrook und Yee Jee Tso gesprochen, was im Lichte der Auflösung betrachtet aus der Handlung heraus Sinn ergibt. Auch in Mastermind wurde also alles richtig gemacht.

  1. In The Day of the Doctor gibt es das Black Archive, das ähnlich hoch genug gesichert ist und auch sonst dem gleichen Zweck dient. Das Hörspiel kam allerdings reichlich zwei Jahre vor der Jubiläumsfolge raus. Wenn man unbedingt will, kann man sich das sicher so zusammenreimen, dass es sich hier um ein Archiv mit zwei Filialen – eine unter der National Gallery in London und eine unter dem Angel of the North in Nordostengland – handelt. []

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Freitag, 7. Februar 2014
Pan Haggerty

Pan Haggerty stammt aus Nordengland und ist eines von diesen einfachen, aber sehr leckeren britischen Kartoffelgerichten (man frage mich bitte nicht, was Haggerty heißt). Man nehme für zwei Personen:

  • 500 g Kartoffeln, auf der Reibe in feine Scheiben gescheibt
  • 250 g Zwiebeln, einmal halbiert und dann in schmale halbe Ringe geschnitten
  • 125 g Cheddar, gerieben oder fein gewürfelt
  • Butter
  • Salz und Pfeffer
  • eine ofenfeste Pfanne mit möglichst dickem Boden

Die Butter wird auf dem Herd in der Pfanne erhitzt. Wenn die Butter Blasen schlägt und die Pfanne generell schön heiß ist, wird die Pfanne vom Herd genommen, um die Zutaten in der Reihenfolge Kartoffeln, Zwiebeln und Käse einzuschichten. Je nachdem, wieviele Kartoffeln man benötigt, um den Pfannenboden vollständig zu bedecken, schichtet man die Zutaten zwei oder drei Mal übereinander: Braucht man wenige Kartoffeln, macht man das Pan Haggerty dreistöckig, benötigt man mehr, wird es zweistöckig. Zwischen den Stockwerken wird kräftig gesalzen und gepfeffert. Wenn man mit dem Schichten fertig ist, kommt die Pfanne wieder auf den Herd. Sobald man es brutzeln hört, dreht man die Flamme auf eine niedrige Stufe und packt den Deckel drauf. Umgerührt wird während der ganzen Prozedur kein einziges Mal. Nach einer halben Stunde (oder wann auch immer die Kartoffeln durch sind) kommt die Pfanne samt Inhalt in die auf höchste Temperatur vorgeheizte Röhre und wird gebacken, bis die Oberseite schön braun ist. Servieren kann man Pan Haggerty prinzipiell direkt aus der Pfanne, oder man hebt es vorsichtig heraus.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Donnerstag, 6. Februar 2014
Doctor Who – New Eighth Doctor Adventures (Staffel 1)

In The Night of the Doctor wurden die Big-Finish-Companions des 8. Doctors kanonisch gemacht. Mit Charley bin ich nie so richtig warm geworden, Lucie mag ich aber sehr wohl. Aus diesem Grunde möchte ich die New Eighth Doctor Adventures von Big Finish besprechen, nachdem ich sie bereits vor etlichen Jahren gehört habe, nämlich als sie auf (damals noch) BBC 7 gesendet wurden.

Soweit man sich auf einen Canon einigen kann, spielen die Folgen mit Lucie eher gegen Ende des Lebens des 8. Doctors. Ganz so sanftmütig wie im Fernsehfilm ist der 8. Doctor hier nicht mehr – der Sarkasmus tropft bisweilen nur so aus den Lautsprechern. Lucie bleeding Miller ist eine schnoddrige northern lass, die sich die Butter nicht so schnell vom Brot nehmen lässt. Die Time Lords haben sie im Rahmen eines Zeugenschutzprogrammes einfach in die TARDIS des Doctors verfrachtet. Weder der Doctor noch Lucie sind darüber sonderlich glücklich. Zusammen sind die beiden so toll, dass man ihnen auch einfach beim Frühstück in der TARDIS zuhören könnte.

Vom Format her orientieren sich die New Eighth Doctor Adventures sehr stark an der neuen Serie: Die Folgen sind in Staffeln organisiert und die Folgen sind jeweils 50 Minuten lang, mit Einzelfolgen und ein paar Doppelfolgen.

Zu den einzelnen Folgen

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Montag, 27. Januar 2014
Spanischer Reis

Spanischer Reis hat mit Spanien nichts weiter zu tun, aber er heißt eben so. Da der Reis in verdünnter Passata gequollen wird, nimmt er einen ganz exquisiten Tomatengeschmack an. Als Beilage für zwei Portionen nehme man:

  • ½ kleine Zwiebel, fein gehackt
  • 1 kleine Knoblauchzehe, zerdrückt
  • 1 Prise oregano
  • ⅓ Tasse passierte Tomaten
  • ½ Tasse Reis, gründlich gewaschen
  • 200 ml Hühnerbrühe

Zwiebel und Knoblauch werden in etwas Fett nach Wahl glasig angebraten. Dann wird der Reis (ggf. unter Zugabe von etwas weiterem Fett) dazugegeben und sanft gebräunt. Die Brühe und die passierten Tomaten werden zugegossen und aufgekocht, außerdem wird die Prise Oregano über den Reis gegeben. Die Flamme wird nun auf die niedrigste Stufe gedreht und der Topf wird zugedeckt. Der Reis gart jetzt für 25 Minuten. Währenddessen darf man den Deckel nicht lüften, da der Reis sonst hart wird.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Paprikas

Paprikas (gesprochen: Paprikasch) ist ein Gericht, das mit Pörkelt eng verwandt ist, was wiederum dem entspricht, was man im Deutschen Gulasch nennt (während das ungarische Gulyás am ehesten mit Gulaschsuppe zu übersetzen wäre). Der Unterschied zwischen Paprikas und Pörkelt/Gulasch ist, dass im Paprikas weniger Paprika verwendet wird und außerdem saure Sahne zum Verfeinern genommen wird. Normalerweise sind Tomaten oder Gemüsepaprika das Grünzeug der Wahl für Paprikas, Pilze machen sich aber ebenso gut. Für ein Mahl für 4 Personen nehme man:

  • 800 g Fleisch zum Schmoren, z.B. falsches Filet
  • 1 Zwiebel, grob gehackt
  • 300 g Champignons
  • 200 ml Rinderbrühe
  • 1 EL + 2 TL Paprika edelsüß oder (noch besser) Delikatesspaprika, nach Wunsch mit etwas Cayennepfeffer versetzt
  • etwas Rotwein
  • 200 g saure Sahne

Zwiebel und in grobe Würfel geschnittene Fleisch werden in etwas Fett angebraten. Bevor man etwas Wasser angießt, stäubt man 1 Esslöffel Paprika über das Fleisch und rührt gut durch, um das Pulver gleichmäßig zu verteilen. Das Fleisch wird gesalzen und schmort nun, bis es zart ist. Kurz bevor es soweit ist (oder am nächsten Tag, falls man das Fleisch zur Verwendung am folgenden Tag nach dem Schmoren im Kühlschrank aufbewahrt) werden die Pilze in etwas Öl scharf angebraten. Wenn sie schön braun sind, gibt man etwas Butter dazu und rührt zügig (!) 2 Teelöffel Paprika unter, bevor mit etwas Rotwein abgelöscht wird. Die Pilze werden nun in den Topf mit dem Fleisch überführt. Das Paprikas muss jetzt noch verfeinert werden: Die Brühe wird zugegossen (erfahrungsgemäß reicht das Wasser vom Schmoren nicht aus, um die nötigen Mengen Sauce zu produzieren) und die Sauce wird anschließend mit Mehlschwitze angedickt. Zum Schluss wird die saure Sahne untergerührt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Mittwoch, 22. Januar 2014
Egusi-Suppe

Egusi-Suppe ist eine ziemlich dicke westafrikanische Suppe mit hohem Grünzeuganteil. Der Name bezieht sich auf eine bestimmte Sorte Melonenkerne – als Ersatz muss man hierzulande Kürbiskerne nehmen (prinzipiell bietet TRS Melonenkerne an, ich weiß aber nicht, ob dies die richtige Sorte ist und selbst wenn findet man sie nur in recht wenigen Läden). Man nehme für zwei Portionen:

  • 250 g Fleisch nach Wahl
  • 4 EL Kürbiskerne, im Mixer geschreddert
  • 125 g Spinat oder ähnliches Blattgemüse
  • Palmöl oder anderes Pflanzenöl
  • 1 kleine Zwiebel, gehackt
  • 1 TL Tomatenmark
  • 200 ml Fleisch- oder Geflügelbrühe
  • 2 Chilischoten, gehackt
  • 2 Okraschoten, in Scheiben

Das Fleisch wird zusammen mit der Hälfte der Zwiebel in etwas Öl scharf angebraten und anschschließend herausgenommen. Im selben Öl wird der Rest der Zwiebel angebraten bis zur Glasigkeit. Dann wird das Tomatenmark zugefügt und angeschwitzt. Nun wird die Brühe zugegossen und die Kürbissaat wird gleichmäßig untergerührt. Das Fleisch wandert zum Durchgaren wieder in den Topf und außerdem werden Spinat, Chili und Okra zugefügt. Die Suppe wird jetzt gekocht, bis das Fleisch gar ist. Wenn die Flüssigkeit nicht ausreicht, dann muss man noch etwas Wasser zugießen, wenn dagegen zu viel Wasser im Topf ist, muss man es am Ende noch rauskochen. Die Konsistenz, die erreicht werden soll, ist ziemlich brockig – bis auf ein bisschen Flüssigkeit, die noch so rumschwappt, kann man die Suppe fast mit der Gabel essen. Zum Schluss wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Im Optimalfall wird die Supper allerdings erst am nächsten Tag gegessen. Typische Beilage ist Foufou, Reis oder Couscous gehen aber auch.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Böhmischer Punschkuchen

Wenn man einen einfachen Rührkuchen in einen böhmischen Punschkuchen umwandeln will, so geht das mit dem folgenden Rezept: 3 Esslöffel Rum werden mit 3 Esslöffeln Wasser und 100 g Zucker aufgekocht. Dann wird der Saft von einer Orange und einer halben Zitrone zugefügt und nochmal aufgekocht, bis die Flüssigkeit wieder einigermaßen klar ist. Der Rührkuchen wird parallel zur Arbeitsfläche in drei Teile geteilt, wobei der mittlere Teil im Punsch getränkt wird (es macht sich ggf. einfacher, den Mittelteil dafür in einzelne Stückchen zu teilen). Die Schnittflächen vom Oberteil und vom Unterteil werden mit etwas Erdbeermarmelade als Klebstoff bestrichen, bevor der Kuchen wieder zusammengefügt wird und mit einem Rum-Zuckerguss (angerührt mit Puderzucker in Zitronensaft und Rum im Verhältnis 1:1) übergossen wird.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Chön charfer Spinat

Spinat lässt sich nicht nur als Sahnesauce zubereiten, sondern auch in einer indisch angehauchten und vor allem beliebig scharfen Version. Hierfür wird ein wenig Zwiebel in Ghee angebraten, bis sie gerade so braun wird. Dann wird fein gescheibter Knoblauch zugefügt, der nicht ganz glasig gedünstet wird (es soll noch ein schöner frischer Knoblauchgeschmack erhalten bleiben). Nun gibt man Cayenne-Peffer hinzu – ¼ Teelöffel pro Person ist das absolute Minimum, mit ½ Teelöffel wird eher ein Schuh draus, aber eigentlich ist die Skala nach oben offen – rührt einmal durch und gibt sofort den Spinat mit anhaftender Wasch- oder Auftauflüssigkeit zu. Dann wird noch so viel Wasser angegossen, dass der Topfboden bedeckt ist. Außerdem muss man kräftig salzen. Wenn der Spinat dann fertig ist, wird noch mit etwas Salz, Pfeffer und Garam Masala abgeschmeckt.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren