Samstag, 28. August 2010
Jubeljubelfreufreu: Ankündigung eines internationalen kommerziellen iPlayers

Für den Freund britischer Serien gab es heute eine Ankündigung, die eine gewisse Freude hervorruft: Es wurde eine internationale Version des iPlayers angekündigt. Da ich schon jetzt fleißig Serien im iPlayer sehe (nur eben mittelmäßig legal), steht für mich außer Frage, dass ich den kommerziellen iPlayer kräftig nutzen würde, wenn er zu vernünftigen Konditionen angeboten wird.

Die wichtigste Bedingung ist die Zeit, die zwischen Erstausstrahlung und internationaler Bereitstellung vergeht. Wenn das länger dauert als einen Tag, aber immer noch in der Größenordnung von wenigen Tagen liegt, würde ich für manche Sachen doch wieder Tor anwerfen müssen. Trotzdem wäre eine Bezahl-Version des iPlayers für mich dann immer noch tragbar, weil man ja nicht alles sofort kucken muss, sondern bei manchen Sachen auch ein paar Tage warten kann und Tor eben doch nicht so bequem ist. Wenn der Zeitraum aber wesentlich größer wäre oder gar irgendwelche länderspezifischen Lizenzen beachten werden müssten, würde ich auf einen legalen internationalen iPlayer verzichten. Die Briten bringen ihre DVDs bei den wichtigen Serien nämlich so zeitnah raus, dass man im Fall einer stark verzögerten iPlayer-Ausstrahlung damit vermutlich sogar schneller dran wäre.

Die andere, für mich nicht ganz so wichtige Bedingung, ist der Preis. Da muss ich allerdings sagen, dass eine Serie wie Sherlock allein eine einzige Rechtfertigung für Abogebühren ist. Alles, was unter der britischen Rundfunkgebühr liegt, soll mir recht sein, da ich angesichts einer solchen Qualität gerne bereit bin zu zahlen.

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Dienstag, 24. August 2010
Quatre épices

Die quatre épices (4 Gewürze) sind eine klassische französische Gewürzmischung. Die Zusammensetzung ist wie folgt:

  • 6 Teile frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 Teil frisch gemahlene oder gründlich gemörserte Nelken
  • 1 Teil Ingwerpulver
  • 2 Teile frisch geriebene Muskatnüsse

Man sollte die Gewürzmischung immer nur in kleineren Mengen herstellen, damit die Gewürze so aromatisch wie möglich bleiben. Die Aufbewahrung muss dementsprechend in einem luftdichten Gefäß erfolgen. Verwendet werden die quatre épices anstelle von Pfeffer. Dadurch wird gegenüber der Verwendung von reinem Pfeffer eine blumig-fruchtigere Geschmacksnote erzielt.

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Doctor Who – Hörspiele mit dem 6. Doctor und Evelyn

Der 6. Doctor ist, zumindest wenn man die Fernsehfolgen betrachtet, gemeinhin der unbeliebteste Doctor überhaupt. Bei den Hörspielen ist das aber genau andersrum, da ist der 6. Doctor (neben dem 8. Doctor) der wahrscheinlich beliebteste Doctor. Er ist eine der (vor)lauteren Inkarnationen des Doctors und ist, nett ausgedrückt, sehr von sich überzeugt. Man merkt aber trotzdem schnell, dass sich seine beiden Herzen an den jeweiligen rechten Flecken befinden.

Evelyn zählt zu den Companions, die extra für die Hörspiele erfunden wurden. Sie ist eine 55-jährige Historikerin aus unserer Zeit. Sie ist kontaktfreudig und den Wundern des Universums gegenüber aufgeschlossen. Im Bedarfsfall gibt sie dem Doctor auch mal kontra, was der durchaus zu schätzen weiß. Außerdem hat sie eine ausgeprägte Vorliebe für Schokolade in allen Formen (was der Doctor ebenfalls zu schätzen weiß). Gewisse Parallelen zwischen der Dynamik zwischen dem 6. Doctor und Evelyn und dem Verhältnis von Donna und dem 10. Doctor lassen sich nicht von der Hand weisen, zudem haben sich beide Companions mehr oder weniger selbst in die Tardis eingeladen. Evelyn und der Doctor begegnen sich zuerst in The Marian Conspiracy, ihre Wege trennen sich in Thicker Than Water.

Uneingeschränkt empfehlenswerte Hörspiele mit Evelyn und dem 6. Doctor sind The Marian Conspiracy, Jubilee und Doctor Who and the Pirates. Diese und einige weitere Hörspiele sind auch interessant für Leute, die keine regelmäßigen Hörspiel-Hörer sind. Die entsprechenden Titel habe ich auch aufgeführt in der Hörspiel-Übersicht für reine New-Who-Fans.

weiter…

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Freitag, 20. August 2010
Zubereitung von Artischocken

Frische Artischocken machen sehr viel Arbeit und am Ende bleibt kaum was übrig. Man kann sie aber nicht in jedem Rezept durch eingelegte Artischocken ersetzen, weshalb man manchmal in den sauren Apfel beißen muss.

Artischocken werden an der Luft sehr schnell braun. Deshalb sollte man immer Zitronensaft zur Hand haben, mit dem alle Schnittflächen schnellstmöglich eingerieben werden.

Zuerst muss der Stiel der Artischocke entfernt werden. Das geht am einfachsten, indem man den Stiel am Übergang zur Knospe anritzt und dann abbricht. Dafür legt man den Stiel auf den Tisch und lässt die Knsope so über die Tischkante überhängen, dass sich die Sollbruchstelle auf Höhe der Tischkante befindet. Dann stemmt man sich auf Knospe und Stengel auf, um den Stiel an der Tischkante abzubrechen. Abschneiden geht zwar auch, doch Artischocken sind so hart, dass das nicht jedem Messer bekommt. Das Innere vom Stiel ist ebenfalls essbar, sofern nicht zu stark verholzt.

Nachdem der Stengel entfernt wurde, wird die Artischocke an der dicksten Stelle durchgeschnitten – dabei werden die harten Hüllblätter bzw. deren Spitzen abgeschnitten. Dann muss das Heu auf dem Blütenboden abgeschabt werden, das piekst nämlich gewaltig. Am besten nutzt man hier einen Eierlöffel, außerdem sollte man die Artischocke etwas auseinanderdrücken, um an das Innere heranzukommen. Damit man wirklich sicher sein kann, dass das ganze Heu weg ist, sollte man den Blütenboden gründlich mit frisch abgespülten Fingern abfühlen. Als nächstes werden die äußeren harten Blätter entfernt, bis nur noch die inneren Blätter übrig bleiben, deren Spitzen nicht mehr holzig sind. Zuletzt wird das ganze harte Zeug unterhalb der Blätter weggeschnitten, bis die Artischocke, bzw. das bisschen, was von ihr übrig ist, von allen Seiten zart gelblich-grün ist.

Das Artischockenherz wird in Salzwasser gekocht. Wenn man das Herz sowieso nicht im ganzen verarbeitet, kann man die Artischocke zum Kochen in Scheiben schneiden, das verkürzt nämlich die Kochzeit (beim Schneiden kann man zudem noch einmal überprüfen, dass wirklich nichts mehr stachelt). Ob die Artischocke gar ist, kann man herausfinden, indem sie mit einer Gabel oder einem kleinen Messer anpiekst. Außerdem entwickeln Artischocken beim Kochen einen Geruch, dessen Auftreten ein sicheres Zeichen dafür ist, dass die Artischocke bald weich sein muss.

Artischocken kann man solo essen, aber sie machen sie machen sich auch ganz vorzüglich in verschiedenen Arten von Saucen. Dafür werden die vorgekochten Artischocken einfach kurz vor Schluss der Sauce zugefügt. Die zugrunde liegende Sauce sollte selber nicht zu stark schmecken, damit der Geschmack der Artischocken nicht überdeckt wird. Ganz toll schmecken Artischocken z.B. in einer mild gewürzten Tomatensauce aus frischen Tomaten (Dosentomaten gehen dafür nicht, weil die zu säuerlich sind und dann schmeckt man die Artischocken nicht mehr richtig).

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Bunter Pilaf

Pilaf ist ein in vielen Ländern verbreitetes Reisgericht. Eine gewisse Ähnlichkeit zum Risotto lässt sich nicht von der Hand weisen, allerdings wird Krümelreis und nicht Risottoreis verwendet, weshalb auch weniger Wasser benötigt wird, und man muss vor allem nicht die ganze Zeit danebenstehen und umrühren. Das folgende Rezept ist indisch angehaucht. Pro Person braucht man:

  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 fingerbreit Ingwer
  • ½ TL Koriander, gemörsert
  • ½ TL Kreuzkümmel, gemörsert
  • 1 TL Paprika edelsüß
  • Inhalt von 1 Kardamomhülse, gemörsert
  • wenn gewünscht: ¼ TL Kurkuma
  • 2 Hand voll klein gewürfeltes Grünzeug nach Wahl
  • ½ Tasse Reis, vorzugsweise Basmati, mehrfach gründlich gewaschen und einige Minuten eingeweicht
  • ¾ Tasse Wasser
  • Salz
  • ein großer flacher Topf mit gut schließendem Deckel

Zuerst werden die Zwiebeln in reichlich Fett angebräunt. Dann werden Ingwer und Knobi in den Topf befördert und angeschwitzt, bis sich ein kräftiger Geruch in der Küche breitmacht. Anschließend werden die Gewürze zugefügt und ebenfalls bis zur Geruchsentwicklung angeröstet. Als nächstes wird das Gemüse zugegeben und gerührt, bis es einigermaßen warm geworden ist. Dann wird der Reis in den Topf gegeben und unter vorsichtigem Rühren angeschwitzt, bis er ein bisschen glasig wird. Schließlich wird das Wasser zugefügt und gesalzen. Jetzt muss der Reis zugedeckt bei ganz schwacher Hitze 25 Minuten garen; damit der Dampf nicht entweicht, darf der Deckel nicht zwischendurch gelüftet werden. Vorm Servieren wird nochmal kurz durchgerührt.

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Freitag, 13. August 2010
Sherlock

Die BBC versorgt einen glücklicherweise auch in der sommerlichen Saure-Gurken-Zeit mit ordentlicher bis außerordentlich gelungener Fernsehkost. Diesjahr bekommen wir die Serie Sherlock zu sehen. Die 3 Folgen mit je 90 Minuten Länge basieren auf den Büchern von Arthur Conan Doyle; die Handlung wurde in die Gegenwart verlegt. Das kann schnell schiefgehen, tut es hier aber nicht – man bedenke, dass die Buchvorlage zum Zeitpunkt des Erscheinens in der Gegenwart gespielt hat, davon abgesehen passieren Mord und Totschlag sowieso immer.

Hinter dieser fabelhaften Serie stecken Steven Moffat und Mark Gatiss (letzterer spielt außerdem Sherlocks großen Bruder Mycroft), beide wohlbekannt von Doctor Who. Sherlock Holmes wird vom hinreißenden Benedict Cumberbatch dargestellt (der ein Kanditat für den 11. Doctor war), Dr. John Watson vom ebenso hinreißenden Martin Freeman. Sherlock ist hier ein genialer Soziopath; er ist ein brillianter Detektiv, dafür hat er es nicht so mit dem Zwischenmenschlichen. John erscheint neben ihm zwar ein bisschen mauerblümchenhaft, lässt sich aber von Sherlock nicht die Butter vom Brot nehmen. Die Nebenfiguren bei der Polizei ertragen Sherlocks Extravaganzen dagegen mehr schlecht als recht. DI Lestrade (Rupert Graves) greift dennoch bereitwillig auf seine Fähigkeiten zurück. Sherlocks und Johns Vermieterin Mrs Hudson (Una Stubbs) ist so etwas wie die gute Seele von 221B Baker Street und ist anscheinend ganz froh, dass sie die beiden bemuddeln kann. Im Hintergrund zieht Sherlocks Widersacher Moriarty seine Fäden. Würde man ihn als Sherlocks Erzfeind bezeichen, würde er sich sicherlich geschmeichelt fühlen. Sherlock und John sprechen sich übrigens mit Vornamen an, wie das bei Mitbewohnern so üblich ist.1

Sherlock ist so ziemlich das genialste, was diesen Sommer im Fernsehen gelaufen ist. Ich könnte jetzt noch lange und sich wiederholende Ausführungen verfassen, wie toll ich alles an dieser Serie finde, was ich der werten Leserschaft aber mal erspare. Nur so viel: Sherlock ist, wie man es von dem Team Moffat und Gatiss erwartet, witzig und spannend und hat exzellente Schreiberlinge, Regisseure und Schauspieler, sodass das Zuschauen ein wahrer Genuss ist. Neben ein paar anderen Sachen, die man sonst im Fernsehen nicht so oft macht, fällt bei der Bildsprache vor allem in A Study in Scarlet und The Great Game, wo Paul McGuigan Regie geführt hat, die Umsetzung von SMS- und anderen Texten im Bild auf, was uns einige Einblendungen von Handy-Bildschirmen erspart. Als kleines Zuckerchen für die Internet-Generation wurden Websites online gestellt, die sich in die Serienhandlung einfügen2. In der dritten Folge The Great Game werden diese Websites ihrerseits in die Handlung einbezogen. Es ergeben sich aber keinerlei Verständnisprobleme, wenn man die fingierten Blogs nicht gelesen hat. Der einzige kleine Makel, den ich an Sherlock finden kann, ist das in The Blind Banker auftretende übliche Problem der BBC, dass man keine Muttersprachler für Fremdsprachen hat3, aber mal ehrlich, das Gesamtbild wird dadurch nicht gestört.

Sherlock steht natürlich wegen Steven Moffat und Mark Gatiss unter besonderer Beobachtung der Doctor-Who-Fans. Man kann es kaum verhindern, an manchen Stellen Parallelen zwischen beiden Serien zu ziehen. Nicht zuletzt ist die durchschnittliche Doctor-Companion-Beziehung nahe dran an der Dynamik zwischen Holmes und Watson und der Master ist quasi ein charmanterer (und, nach neuerer Lesart, in den Wahnsinn getriebener) Moriarty. In The Blind Banker, wo mit Euros Lyn einer der Doctor-Who-Stamm-Regisseure Regie geführt hat, wurden zudem einige wohlbekannte Drehorte wiederverwertet4.

Die DVD zur Serie erscheint schon Ende August (und das sogar zu einem von Anfang an vernünftigen Preis). Darauf ist neben einem kleinen Making-of der unausgestrahlte Pilot enthalten5 und zur ersten und letzten Folge gibt es (wirklich lohnenswerte!) Audiokommentare. Eine zweite Staffel ist bestätigt, andernfalls hätte ich angesichts des Cliffhangers einen Sitzstreik bei der BBC gemacht. Jetzt müsste sich nur noch ein deutscher Fernsehsender erbarmen, Sherlock zu zeigen.

  1. Der unumgängliche Doctor-Who-Darsteller-Check: Benedict Cumberbatch (im Hörspiel Forty-Five), Mark Gatiss (neben seiner Tätigkeit als Schreiberling auch Darsteller in The Lazarus Experiment), Philip Davis (The Fires of Pompeii), Vinette Robinson (42), Gemma Chan (The Waters of Mars), Paul Chequer (Random Shoes) und – nur zu hören, nicht zu sehen – Peter Davison (Darsteller des 5. Doctors). []
  2. Die bewussten Websiten bzw. Blogs wären: The Science of Deduction (die Website von Sherlock), John Watsons Blog, die Website von Connie Prince und Molly Hoopers Blog. Es empfiehlt sich, die Blogeinträge immer erst nach der jeweiligen Folge zu lesen, da sie Spoiler enthalten! Diese 4 Websites sind mengenmäßig übrigens gar nichts gegen die vielen fingierten Websites zu Doctor Who. []
  3. Wenn ich mal zu Geld komme, werde ich eine Stiftung namens "Native Speakers for Auntie Beeb" gründen, mit der ich der BBC Muttersprachler und auch eine Rechtschreibprüfung für die Untertitel finanziere. []
  4. Sherlock wurde teils in London und teils in Wales gedreht. Die Räumlichkeiten des Museums waren sozusagen über Raum und Zeit verteilt, dafür hat man nämlich die alte Bibliothek von Swansea, das National Museum of Wales in Cardiff und den Temple of Peace in Cardiff genutzt; die letzteren beiden sieht man mindestens einmal in jeder Doctor-Who-Staffel. Der chinesische Circus fand im Newbridge-Memo-Gebäude statt. Den berühmten Lift der BBC gab es in den 3 Folgen erstaunlicherweise nicht zu sehen. []
  5. Update: Der Pilot ist für sich genommen nicht schlecht, aber die ausgestrahlte Variante ist halt so viel geiler. Es gibt zwar etliche schöne Szenen, doch in der ausgestrahlten Serie haben die Schauspieler alle eine noch bessere Chemie untereinander und die Serie sieht um einiges schicker aus als der Pilot. Eine ganz ganz große Schwäche des Piloten ist außerdem, dass Mycroft darin nicht vorkommt. []

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Samstag, 7. August 2010
Kleine Welt: Großbritannien

Angeregt von einer Graphik, die ich ein paar Beiträge früher schon vorgestellt hatte, habe ich nun selber so eine Graphik mit meinen Lieblingsserien und ein paar Filmen gebastelt, natürlich ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit. Aufnahmekriterium für Serien und Filme war, dass darin mindestens zwei Schauspieler zu sehen sind, die ich ich schon anderswo gesehen hab. Aufnahmekriterium für Schauspieler und im Hintergrund Beteiligte war eine gewisse Größe des Beitrags zur Serie; wenn ein Schauspieler in diesen Serien ausschließlich in kleineren Neben- oder Gastrollen zu sehen ist, wird er also nicht hier aufgeführt. Ohne diese beiden Kriterien würde man den weißen Hintergrund gar nicht mehr erkennen können, weil ich sonst jede britische Serie aufführen müsste, die ich schon gesehen habe und weil sich auch die hier aufgeführten Serien eigentlich noch viel mehr Schauspieler teilen. Filme bzw. Serien, die mehr oder weniger aufeinander aufbauen, habe ich zusammengefasst, man muss das ja nicht noch unübersichtlicher machen, als es so schon ist. Zusätzlich zu meinen Lieblingsserien habe ich noch All Creatures Great and Small (Der Doktor und das liebe Vieh), James Bond und Little Britain (das aber auf meiner Ansehen-Liste steht, ich müsste bloß mal dazu kommen) eingefügt, die in Deutschland immerhin eine gewisse bis größere Bekanntheit haben.

Britische Serien und Filme, die sich mehrere Schauspieler teilen
(Zum Vergrößern auf ein lesbareres Format bitte anklicken.)

Es fällt sicherlich auf, dass Doctor Who der Treffpunkt der meisten Querverbindungen ist. Das hat gute Gründe. Erstmal läuft Doctor Who seit 1963 und hat mittlerweile mehr als 30 Staffeln. Dann hat praktisch jeder britische Schauspieler, der was auf sich hält, schon einen Auftritt in Doctor Who gehabt (da werden sogar bis zur Unkenntlichkeit geschminkte Monster und/oder Außerirdische prominent besetzt!)1. Da ich Serien bevorzugt nach Mitwirkenden auswähle, ist Doctor Who der ideale Ausgangspunkt für die Suche nach neuen Serien, in denen ich natürlich wieder neue Schauspieler und Schreiberlinge kennenlerne.

  1. Vermutlich gibt es in den Statuten der britischen Schauspielergewerkschaft Equity einen Punkt, der die Mitglieder zur Mitwirkung an Doctor Who verpflichtet.

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Dienstag, 3. August 2010
Kalter Kakao

Neben der üblichen heißen Zubereitung kann man Kakao auch als Kaltgetränk zubereiten. Das ist etwas schwieriger als die heiße Zubereitung und es werden sicherlich einige Kakaoklümpchen in der Trinkschokolade rumschwimmen, aber dafür ist der kalte Kakao sehr erfrischend.

Pro Tasse werden 2 TL 100%iges Kakaopulver und 2 TL Zucker in etwas Milch oder Wasser dispergiert. Wenn die Kakaopampe glatt gerührt ist, wird ein bisschen kalte Milch zugegeben und wieder kräftig gerührt. Anschließend wird noch ein Schlückchen Milch zugegeben und umgerührt. Das geht so weiter, bis die Tasse voll ist. Da sich das Kakaopulver in der Kälte nicht löst, muss man entweder zügig trinken oder immer mal wieder umrühren, um das Kakaopulver, der sich am Boden abgesetzt hat, wieder aufzuschlämmen.

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Halbwegs klassische Tomatensauce

Der Klassiker der italienischen Küche. Am besten schmeckt Tomatensauce, wenn man sie während der Saison aus frischen Tomaten zubereitet. Außerhalb der Saison muss man zur Dosentomate greifen. Man benötigt für 2 Personen:

  • Zwiebeln und Knoblauch
  • mindestens 1 Pfund erntefrische einheimische Tomaten (gehäutet und entkernt) oder eine Dose Dosentomaten (die Sauce in der Dose wird mit verwendet)
  • etwas Zucker (nur nötig bei Dosentomaten)
  • Salz, sowie Pfeffer
  • Basilikum
  • optional: Origano, Kapern oder gehackte Chilis

Die Zwiebeln werden zusammen mit dem Knoblauch angebraten. Dann werden die Tomaten (ggf. zusammen mit Zucker, Origano und/oder Chilis) zugegeben und gesalzen. Das alles muss nun auf niedriger bis mittlerer Stufe gründlich zerkochen, was je nach Wassergehalt 15–45 Minuten dauern kann (bei mehreren Litern Sauce muss man mit anderthalber Stunde aufwärts rechnen). Der Topf sollte dabei locker zugedeckt sein, sodass nicht die ganze Küche rot gesprenkelt wird, andererseits aber auch Wasser abdampfen kann. Zwischendrin kann man ab und an umrühren; beim Umrühren sollte man möglichst die größeren Tomatenstücke zerquetschen. Sobald die Tomaten nur noch eine gleichmäßige Pampe sind, ist die Sauce zumindest prinzipiell fertig. Jetzt muss noch abgeschmeckt werden, außerdem werden wenn gewünscht die abgetropften Kapern untergerührt. Das grob zerpflückte Basilikum wird erst direkt vorm Servieren zugefügt.

Nach diesem Rezept kann man auch eine Tomatensuppe kochen. Dafür muss man lediglich die gekochte, unabgeschmeckte Masse durchs Sieb streichen, damit man ein schön glattes Süppchen bekommt. Die durchgestrichene Masse wird dann nochmal aufgekocht und abgeschmeckt.

Tomatensauce/suppe kann man auch vorkochen und einen Tag im Kühlschrank aufbewahren. Dafür wird die Tomatensauce zwar fertig gekocht, aber noch nicht abgeschmeckt. Das passiert erst, wenn man die Sauce erneut aufkocht. Einwecken der unabgeschmeckten Sauce sollte möglich sein, das habe ich aber noch nicht ausprobiert. Die fertige Sauce oder Suppe kann außerdem wunderbar eingefroren werden.

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Unkomplizierte Tomatensauce

Diese kalte Sauce kann nur während der Erntesaison der Tomaten zubereitet werden. Ich bevorzuge diese Tomatensaucenvariante, wenn die Tomaten zu Beginn der Saison noch so klein sind, dass der Aufwand, die kleinen Murmelchen zu schälen, zu groß ist. Pro Person benötigt man:

  • ½ Pfund erntefrische einheimische Tomaten, entkernt und kleingeschnitten
  • eine in grobe Stücke zerteilte Knoblauchzehe (zum Servieren wird der Knobi wieder herausgenommen)
  • eine Hand voll grob zerschnittenes Basilikum
  • Salz, Pfeffer
  • einen reichlichen Schluck Olivenöl

Die Zutaten werden gründlich miteinander durchmischt und einige Stunden beiseite gestellt. Zwischendurch sollte man ab und an umrühren und kosten. Wenn die Tomaten genug Aroma angenommen haben, werden sie mit den frisch gekochten Nudeln vermischt (die Brühe, die aus den Tomaten ausgetreten ist, wird mitverwendet), am besten im noch heißen Topf.

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Freitag, 30. Juli 2010
Die britische Serienwelt als solche

Etwas, das ich an der britischen Film- und vor allem Fernsehwelt liebe, ist, dass man immer wieder die gleichen Leute sieht. Die Briten haben glücklicherweise eine ordentliche Anzahl hinreißender Schauspieler und sonstwie Filmschaffender, deshalb wird es nie langweilig, wenn man ständig bekannte Gesichter auf dem Bildschirm oder in den Credits entdeckt. Man kann das vor allem wunderbar dafür ausnutzen, sich neue Jagdgründe Serien zu erschließen (und die DVD-Kauf-Liste wird und wird einfach nicht kürzer mit der Zeit…).

Der aufmerksame Leser wird bemerkt haben, dass ich bei den bisher vorgestellten Serien immer die Schauspieler aufführe, die schon in Doctor Who zu sehen waren. Das könnte ich prinzipiell auch noch für andere mir bekannte Querverbindungen machen, aber das würde den Rahmen einer Fußnote hoffnungslos sprengen. Übersichtlicher ist sowas in Diagramm-Form, und genau das hat Tobi von Red Flog in einem Gastbeitrag bei freeQnet gemacht. Darauf ist natürlich nur ein Bruchteil der ganzen interessanten Serien enthalten, beeindruckend sieht es trotzdem aus (keine Garantie auf Vollständigkeit).

Britische Serien und Filme

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Montag, 5. Juli 2010
Und wo ich gerade dabei bin:

Es gibt noch ein anderes sehr schönes Video mit Christopher Eccleston zu einem sehr schönen Lied von I am kloot.


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Ich will da (wieder) hin!

Musikalisch zwar nicht ganz mein Fall, aber: Die Straßen! Und die Landschaft! Und überhaupt Großbritannien!


Christopher Eccleston in Musikvideos ist natürlich auch immer toll.

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A Nice Cup of Tea (kommentiert)

George Orwell hat sich nicht nur mit Totalitarismus, sondern auch mit den wirklich wichtigen Dingen des Lebens beschäftigt. Da ich selber starke Tee-Trinkerin bin, möchte ich seine 11 Regeln zum Teetrinken kommentieren, die er in seinem Essay A Nice Cup of Tea aufgestellt hat (erschienen am 12. Januar 1946 im Evening Standard). Wie er selbst schreibt, gibt es da nämlich einige verschiedene Ansichten.

First of all, one should use Indian or Ceylonese tea. China tea has virtues which are not to be despised nowadays—it is economical, and one can drink it without milk—but there is not much stimulation in it. One does not feel wiser, braver or more optimistic after drinking it. Anyone who has used that comforting phrase a nice cup of tea invariably means Indian tea.

Kann ich generell zustimmen, allerdings kommt mein Lieblingstee aus Vietnam.

Secondly, tea should be made in small quantities—that is, in a teapot. Tea out of an urn is always tasteless, while army tea, made in a cauldron, tastes of grease and whitewash. The teapot should be made of china or earthenware. Silver or Britanniaware teapots produce inferior tea and enamel pots are worse; though curiously enough a pewter teapot (a rarity nowadays) is not so bad.

Uneingeschränkte Zustimmung meinerseits. Und: Je hübscher, desto besser. Für ein einzelnes Tässchen Tee am Morgen tuts aber auch ein in die Tasse eingehängtes Teesieb.

Thirdly, the pot should be warmed beforehand. This is better done by placing it on the hob than by the usual method of swilling it out with hot water.

Vermutlich stand in Orwells Küche ein Gas- oder womöglich sogar noch Kohleherd, weshalb heutzutage die Wasservariante zu bevorzugen ist. Meine Teekanne hat bspw. einen leicht gewölbten Boden und würde auf der Kochplatte eines Elektroherdes oder auf dem Ceranfeld nie und nimmer gleichmäßig durchwärmen.

Fourthly, the tea should be strong. For a pot holding a quart [≈ 1,14 l], if you are going to fill it nearly to the brim, six heaped teaspoons would be about right. In a time of rationing, this is not an idea that can be realized on every day of the week, but I maintain that one strong cup of tea is better than twenty weak ones. All true tea lovers not only like their tea strong, but like it a little stronger with each year that passes—a fact which is recognized in the extra ration issued to old-age pensioners.

Je nach Teesorte und Anlass schwanke ich bei der Konzentration zwischen 4 bis 6 Löffeln pro Liter (Orwell liegt bei etwa 5¼ TL pro Liter). Man bedenke außerdem, dass großblättriger Tee ein größeres Volumen einnimmt.

Fifthly, the tea should be put straight into the pot. No strainers, muslin bags or other devices to imprison the tea. In some countries teapots are fitted with little dangling baskets under the spout to catch the stray leaves, which are supposed to be harmful. Actually one can swallow tea-leaves in considerable quantities without ill effect, and if the tea is not loose in the pot it never infuses properly.

Wenn die Teeblätter frei in der Kanne schwimmen können, schmeckt der Tee in der Tat viel, viel besser. Zum Ausgießen in eine (gleichfalls vorgewärmte) Servierkanne oder die Tasse kann man ein Teesieb oder einen Teefilter verwenden.

Sixthly, one should take the teapot to the kettle and not the other way about. The water should be actually boiling at the moment of impact, which means that one should keep it on the flame while one pours. Some people add that one should only use water that has been freshly brought to the boil, but I have never noticed that it makes any difference.

Dank der heutigen Wasserkocher muss man mit der Kanne nicht mehr zum Herd rennen, aber prinzipiell gilt dieser Punkt auch heute noch.

Seventhly, after making the tea, one should stir it, or better, give the pot a good shake, afterwards allowing the leaves to settle.

Kann ich so stehen lassen. Wenn man allerdings erst kurz vorm Ausgießen umrührt, besteht die Gefahr, dass der Tee bitter wird. Alternativ zur Schüttel- oder Rührvariante kann man den Wasserkocher so hoch halten, dass die Teeblätter beim Eingießen kräftig aufgewirbelt werden.

Eighthly, one should drink out of a good breakfast cup—that is, the cylindrical type of cup, not the flat, shallow type. The breakfast cup holds more, and with the other kind one's tea is always half cold before one has well started on it.

Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Ich bevorzuge den von Orwell verdammten flachen Typus – insbesondere frühmorgens will ich nicht ewig und drei Tage warten, bis der Tee trinkbare Temperaturen erreicht hat. Vielleicht hätte der gute George einfach nicht so trödeln sollen beim Teetrinken.

Ninthly, one should pour the cream off the milk before using it for tea. Milk that is too creamy always gives tea a sickly taste.

Ich nutze lieber Sahne, aus dem einfachen Grund, dass es die in kleineren Packungen gibt als Milch.

Tenthly, one should pour tea into the cup first. This is one of the most controversial points of all; indeed in every family in Britain there are probably two schools of thought on the subject. The milk-first school can bring forward some fairly strong arguments, but I maintain that my own argument is unanswerable. This is that, by putting the tea in first and stirring as one pours, one can exactly regulate the amount of milk whereas one is liable to put in too much milk if one does it the other way round.

Ach, der alte Glaubenskrieg zwischen Milk in First und Tea in First. Ich bin Anhängerin der zweiten Variante, aus dem simplen Grund, dass ich das Farbenspiel dabei schöner finde. Und natürlich kann man auch im Nachhinein zuviel Milch reinkippen.

Lastly, tea—unless one is drinking it in the Russian style—should be drunk without sugar. I know very well that I am in a minority here. But still, how can you call yourself a true tealover if you destroy the flavour of your tea by putting sugar in it? It would be equally reasonable to put in pepper or salt. Tea is meant to be bitter, just as beer is meant to be bitter. If you sweeten it, you are no longer tasting the tea, you are merely tasting the sugar; you could make a very similar drink by dissolving sugar in plain hot water. Some people would answer that they don't like tea in itself, that they only drink it in order to be warmed and stimulated, and they need sugar to take the taste away. To those misguided people I would say: Try drinking tea without sugar for, say, a fortnight and it is very unlikely that you will ever want to ruin your tea by sweetening it again.

Ich seh das nicht so eng und es kommt sowieso auf die Tee-Sorte an. Flugtee trinke ich ohne Zucker (da würde sonst wirklich das Aroma überdeckt werden), meine anderen bevorzugten Teesorten mit. Viel schlimmer finde ich sowieso die in Deutschland verbreitete Unsitte, den Tee mit Zitrone zu trinken. Da bleibt nämlich garantiert nichts vom Tee-Aroma übrig.

Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass als Nachwirkung des Zweiten Weltkriegs Tee neben den anderen Lebensmitteln in Großbritannien noch bis 1952 rationiert war. Neben Punkt 4 bezieht Orwell sich darauf auch im letzten Teil seines Essays, wo es heißt: It is worth paying attention to such details as warming the pot and using water that is really boiling, so as to make quite sure of wringing out of one's ration the twenty good, strong cups of that two ounces [≈ 57 g, Ration für eine Woche], properly handled, ought to represent.

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Donnerstag, 1. Juli 2010
Doctor Who – Fünfte Staffel

Zur 5. Staffel gibt es nicht nur einen neuen Doctor, sondern auch einen neuen Showrunner, nämlich Steven Moffat, der unter RTD regelmäßig die besten Folgen der einzelnen Staffeln geschrieben hat. Er hat ein Talent dafür, dem Publikum mit ungewöhnlichen Monstern einen heftigen Schrecken einzujagen und nutzt Zeitreisen als erzählerisches Element und nicht nur als bloßes "Fortbewegungsmittel". Daher wurde die 5. Staffel von vielen Fans mit besonders viel Vorfreude erwartet.

Der 11. Doctor erscheint wieder deutlich alienhafter als die 3 vorhergehenden Doctoren. Das äußert sich neben einer unerklärlichen Begeisterung für Fliegen (Zitat: Bow-ties are cool!) im völligen Unverständnis für menschliche Beziehungen gleich welcher Art. Er scheint manchmal ernsthafte Probleme zu haben, seinen eigenen Gedanken zu folgen, gleichzeitig zeichnet er sich bisweilen durch eine gewisse Entnervtheit aus. Seine Einsamkeit und seine Selbstzweifel versteckt der 11. Doctor ziemlich gut hinter seiner Distanziertheit; wenn doch einmal die Wut aus ihm herausbricht, dann richtig. Bemerkenswerterweise schreckt er vor dem Umgang mit Waffen nicht mehr kategorisch zurück. Seine Begleiterin Amy, die den Doctor schon als kleines Kind kennengelernt hat (und Schottin ist!), hat einen etwas unterkühlten Charakter, handelt aber oft recht impulsiv. Auch wenn der Doctor es nicht sehr oft zeigt, hat er Amy sehr liebgewonnen. Amys extrem liebenswerter Verlobter Rory hat anfangs ein wenig unter Amys Wanderlust zu leiden, später wird er jedoch (vor allem auf Drängen des Doctors hin) gleichberechtigter Companion1. Als eine von Moffat bereits unter RTD eingeführte Figur ist River Song für die beiden Moffat'schen Zweiteiler zurückgekehrt.

Äußerlich wurde Doctor Who mal wieder runderneuert. Die TARDIS ist von innen sehr und von außen ein bisschen neu, und das Intro mitsamt Titelmusik wurde modifiziert. Es gibt zwar unter den Schreiberlingen der Episoden etliche bekannte Namen, dafür sind die Regisseure allesamt Doctor-Who-Neulinge, zu meinem großen Bedauern hat Euros Lyn in dieser Staffel also nicht Regie geführt. Auch diese Staffel hat wieder einen übergreifenden Handlungsbogen, der sich diesmal sogar bis in die nächste Staffel zieht. Die Hinweise sind wesentlich auffälliger platziert als in den RTD-Staffeln (was meiner bescheidenen Meinung nach in manchen Episoden sogar an der Schwelle zur Nervigkeit steht), allerdings gibt es im Finale viel deutlichere Rückgriffe auf die vergangenen Folgen als es bisher üblich war.

Die 5. Staffel hat zwar etliche tolle Folgen, jedoch auch das Problem, dass nur ganz wenige Episoden wirklich emotional mitreißen – einzig Vincent and the Doctor und dem Final-Zweiteiler gelingt das. Diese Episoden sind dafür aber nicht nur meine Lieblingsfolgen der Staffel, sondern auch unter meinen Lieblingsfolgen überhaupt zu finden. Das Lowlight ist der Silurian-Zweiteiler The Hungry Earth / Cold Blood, der trotz einiger weitreichender Entwicklungen absolut belanglos daherkommt und außerdem Amy sehr unsympathisch darstellt. Eine detaillierte Episodenbeschreibung kann man wie immer beim SF-Radio nachlesen.

Zu der Auswertung der einzelnen Folgen

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Dienstag, 29. Juni 2010
Doctor Who – Hörspiele mit dem 6. Doctor und Jamie

Der 6. Doctor ist, zumindest wenn man die Fernsehfolgen betrachtet, gemeinhin der unbeliebteste Doctor überhaupt. Bei den Hörspielen ist das aber genau andersrum, da ist der 6. Doctor (neben dem 8. Doctor) der wahrscheinlich beliebteste Doctor. Er ist eine der (vor)lauteren Inkarnationen des Doctors und ist, nett ausgedrückt, sehr von sich überzeugt. Man merkt aber trotzdem schnell, dass sich seine beiden Herzen an den jeweiligen rechten Flecken befinden.

Jamie ist ursprünglich ein Companion des 2. Doctors. Als dieser wegen seiner ständigen Einmischung in die Belange anderer Spezies von den Time Lords auf die Erde verbannt wurde, wurden die Erinnerungen seiner damaligen Companions gelöscht, so auch von Jamie. Er wurde zurückgeschickt in die Schlacht von Culloden, wo er den Doctor zum ersten Mal getroffen hatte1, 2.

Obwohl Jamie einer der sympathischsten Companions des Doctors ist, ist diese Mini-Staffel (soweit ich sie gehört habe) ein gewaltiger Schuss in den Ofen. Angesichts der mäßigen bis saumäßigen Qualität der ersten beiden Hörspiele werde ich mir den abschließenden Teil Legend of the Cybermen erst dann kaufen, wenn das Hörspiel billiger geworden ist und/oder das Pfund sich im stabilen Sinkflug findet. Mit anderen Worten: Es wird noch ein ganzes Weilchen dauern, bis ich mir das anhöre (es soll immerhin ein bisschen besser sein als die ersten beiden Teile, aber die Steigerung geht ja auch von sehr niedrigem Niveau aus).

weiter…

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