Sonntag, 23. Januar 2022

Basilikumhuhn

Normalerweise wird dieses thailändische Gericht als phat kaphrao kai mit thailändischem Heiligen Basilikum (kaphrao) gekocht. Das ist in Deutschland schlecht erhältlich, selbst in südostasiatischen Supermärkten. Alternativ kann man Thaibasilikum nehmen, das einigermaßen gut in den entsprechenden Läden zu bekommen ist, oder auch das in Europa übliche großblättrige Basilikum vom Genoveser Typ (Thaibasilikum und großblättriges Basilikum sind Zuchtgruppen derselben Art, während Heiliges Basilikum eine andere Art in derselben Gattung ist). Man nehme für zwei Portionen:

  • 1+1 EL Erdnussöl
  • 400 g Hähnchenschenkel (doppelt soviel mit Knochen), gewürfelt
  • 2 gehackte Schalotten
  • 3 Chillis
  • 2 EL Fischsauce
  • 2 EL dunkle Sojasauce
  • 2 EL Zucker
  • Basilikum

Der (unbeschichtete) Wok wird erhitzt, bis er anfängt, leicht zu rauchen. Dann gibt man den ersten Esslöffel Öl in den Wok, wartet bis das Öl leicht raucht und gibt das Huhn dazu. Das Huhn wird für knapp 8 Minuten gerührt und dann aus dem Wok gehoben und abgetropft. Dann kommt der zweite Esslöffel Öl in den Wok, und wenn auch der raucht, kommen die Schalotten in den Wok und werden 3 Minuten lang gebräunt. Dann werden das Huhn, die Chillis, Fisch- und Sojasauce und Zucker zugefügt und alles kocht noch einmal 8 Minuten. Wenn man Heiliges Basilikum bekommen konnte, wird das Basilikum kurz vor Ende des Kochprozesses untergerührt, während die Pfanne noch auf dem Herd ist. Bei Thai- oder Genoveser Basilikum wird das Basilikum erst untergerührt, wenn der Wok schon von der Flamme genommen wurde, da diese beiden Basilikumsorten hitzeempfindlicher sind.

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Paprika-Bohnen-Gemüse aus dem Wok

Dieses Gemüsegericht ist ideal als ein schnelles Essen zur Bohnenzeit. Man nehme für 2 Portionen:

  • zusammen 450 g Bohnen und Paprika, in gleichmäßige längliche Streifen geschnitten
  • 1½ EL Erdnussöl
  • 1 kleine Schalotte, fein gehackt
  • 1½ EL Salz
  • 1 TL Zucker
  • 2 EL Wasser

Der (unbeschichtete) Wok wird aufgeheizt, bis er zu rauchen anfängt. Dann wird das Öl zugefügt, und wenn es leicht raucht, werden alle Zutaten bis auf Zucker und Wasser in den Wok gegeben. Nachdem das Gemüse etwa zwei Minuten lang gebraten wurde, kommen Zucker und Wasser dazu und alles zusammen wird 4 Minuten lang gekocht.

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Hähnchen-Phở

Zum Studium hatte ich vietnamesische Nachbarn, die aller paar Tage in der Gemeinschaftsküche einen großen Topf Suppe gekocht haben, die wunderbar geduftet hat. In Vietnam isst man nämlich Suppe zum Frühstück, und Phở ist eine Option dafür. Ich esse Phở trotzdem als Mittagessen. Für vier Portionen nehme man für die Brühe:

  • 1 Suppenhuhn, ca. 1,3–1,8 kg
  • 1 EL Koriander, ganz
  • 3 Nelken
  • 4 fingerbreit Ingwer, grob zerteilt und angedrückt
  • 2 große Zwiebeln, grob gescheibt
  • Strünke von 2 Bund Koriandergrün
  • 2¼ TL Salz
  • 2½ l Wasser
  • 1 schön großer Topf
  • 1 Mulltuch

Die Koriandersamen und die Nelken werden trocken geröstet. Dazu kommen Zwiebeln und Ingwer, die bis zur Geruchsentwicklung ebenfalls angeröstet werden. Dann gießt man das Wasser an und gibt das gewaschene Huhn, die Korianderstrünke und das Salz zu. Man kocht auf und lässt die Brühe offen köcheln – wenn das Huhn nicht ganz mit Wasser bedeckt ist, wird es nach einer Dreiviertelstunde gedreht. Nach insgesamt etwa 1¼ Stunde wird das Huhn rausgenommen und unter fließendem Wasser abgekühlt und anschließend auseinandergepult. Währenddessen köchelt die Brühe weiter, bis sie auf etwa 2 l zusammengekocht ist.

Wenn die Brühe fertig ist, wird sie durch ein Mulltuch abgeseiht. Die Brühe wird nun entweder aufgefüllt oder zusammengekocht, sodass man ziemlich genau 2 l Brühe hat. Man kann die Brühe mit der Hälfte vom Fleisch entweder gleich servieren oder einfrieren – die andere Hälfte Fleisch kann man für was anderes Nutzen, z. B. Würzfleisch.

Zum Servieren benötigt man folgende Zutaten pro Portion:

  • ½ l Brühe
  • ⅛  der Gesamtmenge des Hühnerfleisches (also ein Viertel des aufgehobenen Fleisches)
  • ½ EL Fischsauce, oder nach Belieben
  • ¼ TL brauner Zucker, oder nach Belieben
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 75 g trockene oder 150 g rehydrierte Reisbandnudeln
  • ¼ Bund Lauchzwiebeln, grob geschnitten und/oder ½ Schalotte (eine echte Schalotte, nicht die langen Bananenschalotten), fein gescheibt
  • Blätter von ½ Bund Koriandergrün (also der Koriander, der vom Brühekochen übrig ist)
  • optionale Beilagen
    • weitere Kräuter, z. B. (Thai-)Basilikum, Langer Koriander (auch als Eurogras verkauft), Minze, Reisfeldpflanze…
    • 1 Portion Ingwersauce
    • 1 Chilli
    • 1 Limettenspalte

Vor dem Servieren wird die Brühe erhitzt und mit Fischsauce, Pfeffer und Zucker abgeschmeckt. In den Suppenschalen werden die gekochten bzw. erwärmten Nudeln mit Koriander, den Zwiebeln und dem Fleisch angerichtet und mit heißer Brühe übergossen.

Die Kräuter und die Chilli der optionalen Beilage kann man nach dem Servieren in die Brühe geben. Mit den Limetten kann man die Brühe etwas ansäuern. Die Ingwersauce wird als Dip für die Fleischstückchen genutzt. Da der Ingwerdip säuerlich-scharf ist, bietet es sich an, entweder Chilli und Limette oder den Ingwerdip anzubieten.

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Ingwersauce

Diese Sauce dient als Dip für Phở – man tunkt das Fleisch ein, bevor man es zum Mund führt. Man nehme für 2 Portionen (zu je etwa 75 ml):

  • 4 fingerbreit fein gehackter Ingwer
  • Saft von 3–4 Limetten oder 6 EL Zitronensaft
  • 2¼ EL Zucker
  • 3 EL Fischsauce
  • 1 Chilli-Schote in Scheiben

Man rührt alle Zutaten zusammen und lässt die Sauce etwa 15 Minuten ziehen. Die Sauce hält sich ein paar Tage im Kühlschrank und kann auch eingefroren werden.

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Samstag, 30. Oktober 2021

Gebackener Käse

Gebackener Käse gibt es oft in tschechischen Gaststätten unter dem Namen Smažený sýr (Aussprache: Smaschenih sihr, wobei das sch stimmhaft, wie in "Journal" gesprochen wird). Meist ist es eines der wenigen vegetarischen Gerichte. Die Zubereitung ist nicht schwierig. Man nehme:

  • mittelalter Käse, z. B. Edamer, Emmentaler, oder Gouda, in 1 cm dicke Scheiben geschnitten
  • etwas Paprika edelsüß und Pfeffer
  • Mehl
  • verquirlte Eier
  • Semmelbrösel
  • Fett

Die Käsescheiben werden mit etwas Paprika und Pfeffer gewürzt und dann nacheinander in Mehl, den verquirlten Eiern und dem Semmelbrösel gewälzt. Dann werden sie in Fett in der Pfanne gebraten. Der Käse darf nicht so weich werden, dass er so flüssig wird, dass zwischen dem Semmelbrösel mehr als nur ein paar kleine Fleckchen flüssiger Käse hervorkommen.

Serviert wird mit Salat oder Gemüse und Remoulade.

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Quarkkäulchen

Die besten Quarkkäulchen, die ich jemals gegessen habe, gabs bei einem kleinen Festival in der Nähe von Hoyerswerda. Der Quarkkäulchenstand wurde von Dörflern betrieben, die einen großen Bottich mit Quarkkäulchenteig hatten und die Käulchen im Akkord ausgebacken haben. Das folgende Rezept kommt diesen Festival-Quarkkäulchen recht nahe. Man nehme für 3 Personen:

  • 375 g Halbfett-Quark
  • 375 g geschälte Kartoffeln, gekocht und durchgedrückt
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL (Vanille-)Zucker
  • 1 Ei (optional)
  • Mehl
  • anderthalb handvoll Rosinen
  • Fett zum ausbacken

Alle Zutaten bis auf das Mehl, das Ei, die Rosinen und das Ausbackfett werden mit dem Knethaken miteinander vermengt. Wenn der Teig schon ohne das Ei eine schöne Konsistenz hat, lässt man das Ei weg, andernfalls gibt man noch das Ei in den Teig. Das Mehl gibt man Löffelweise zu, bis keine größeren Teigbrocken mehr an den Knethaken kleben bleiben. Dann rührt man die Rosinen unter und bäckt die Käulchen – insgesamt 9 an der Zahl – langsam bei mittlerer Hitze in der Pfanne oder schwimmend in Fett aus.

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Montag, 5. April 2021

Turbokakao

Kakao mit mehr Milchschaum als zwingend nötig ist lecker, aber etwas aufwändig und es macht einiges an Abwasch. Schneller geht die Sache, wenn man den Kakao halb mit Milch und halb mit kochendem Wasser anrührt. Dafür werden 2 TL stark entöltes Kakaopulver in etwas Milch glattgerührt. Dann gibt man 2 TL Zucker dazu und füllt unter Rühren mit Milch auf, bis die Tasse halb voll ist. Dann füllt man, wieder unter Rühren, mit kochendem Wasser auf. Der Kakao ist natürlich nicht so heiß, wie wenn man den Großteil der Milch aufkocht, aber er ist heiß genug, wenn man mit dem Trinken nicht allzu sehr trödelt.

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Samstag, 20. März 2021

Linseneintopf

Linseneintopf ist nicht schwierig zu kochen, nicht zuletzt weil Linsen für eine Hülsenfrucht ziemlich schnell gar sind. Am besten kocht man Linseneintopf in größeren Mengen. Man nehme:

  • pro Portion 100 g Linsen, zwei bis sechs Stunden eingeweicht
  • Wurzelgemüse, in Würfeln: für zwei Portionen fängt man mit einer Zwiebel und einer Möhre an, und bei mehr Portionen kann man Wurzelpetersilie, mehr Möhren, Pastinake oder etwas Sellerie zufügen – wenn man die Linsen nicht anschließend einfrieren will, kann man auch Kartoffeln nehmen
  • optional: pro Portion 1–2 Tomaten (und etwas Tomatenmark) oder 100–200 ml Dosentomaten
  • Würstchen, Bauchfleisch und/oder gebratener Frühstücksspeck
  • zum Abschmecken: Zucker, Essig, Salz, Pfeffer

Die abgetropften Linsen und das Wurzelgemüse werden 15 Minuten lang gekocht. Auf 100 g Linsen kommen 200–250 ml Wasser – wenn man Tomaten verwenden will, dann nimmt man entsprechend weniger Wasser und kocht die Tomaten ebenfalls zusammen mit dem Gemüse und den Linsen. Am Ende gibt man die Fleischprodukte zu und schmeckt süß-sauer ab.

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Samstag, 13. März 2021

Hähnchen (oder Tofu) süß-sauer

Süß-saure Sauce kennt man vor allem als Restaurantessen. Man kann das ganze aber auch selber machen, was ziemlich schnell geht. Man nehme für zwei Personen:

  • 250 g Hähnchenbrust, alternativ Tofu, in stäbchengerechte Würfel geschnitten
  • für die Marinade:
    • 1 EL helle Sojasauce
    • ½ EL Reiswein oder trockenen Sherry
    • ½ EL Stärke
  • Gemüse
    • 2 Knoblauchzehen, gepresst
    • 1 kleine Zwiebel, in feine Scheiben geschnitten
    • 1 kleine Paprikaschote, in feine Scheiben geschnitten
    • ½ Möhre, gehobelt
    • knapp 2 fingerbreit Ingwer, in Juliennes geschnitten
  • für die Sauce, in einer Schüssel zusammengerührt:
    • 1½ EL braunen Zucker
    • ¾ EL Stärke
    • 3 EL Reisessig oder Weißweinessig
    • 90 ml Wasser
    • 1 kleine Prise Salz

Das Fleisch bzw. Tofu wird mariniert, während die restlichen Zutaten vorbereitet werden. Dann wird es in etwas Öl gebräunt und anschließend beiseite gestellt. Nun wird das Gemüse scharf angebraten – ggf. muss noch etwas Öl nachgefüllt werden. Dann gießt man die Saucenzutaten dazu und kocht auf mittlerer Stufe, bis die Sauce andickt. Zuletzt gibt man das Fleisch wieder dazu und schmeckt mit Pfeffer und ggf. Salz ab.

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Donnerstag, 31. Dezember 2020

Alkoholfreie Bowle

Alkoholfreie Bowle ist eine schöne Alternative, wenn man keinen Alkohol trinken mag oder kann. Man nehme:

  • 0,75 l Leitungswasser
  • 150 ml Holunderblütensirup
  • 1 Zitrone mit verzehrbarer Schale
  • 1 kleine Dose Mandarinen, leicht gezuckert
  • 1 flache Dose Ananas in Saft
  • 2 handvoll gefrorene Himbeeren oder Erdbeeren
  • ein paar Blättchen von Minze und/oder Zitronenmelisse
  • 1 Flasche alkoholfreien trockenen Sekt

Die Bowle wird mit allen Zutaten bis auf den Sekt angesetzt – Mandarinen und Ananas werden mitsamt Saft bzw. Sirup verwendet. Die Bowle wird einen halben Tag kaltgestellt, damit sie schön durchziehen kann. Vor dem Servieren wird der Sekt zugegossen. Damit man sich beim Trinken mehr Zeit lassen kann, empfiehlt sich, zunächst nur etwas mehr als die Hälfte vom Sekt zuzugießen, und später den Rest nachzugießen, damit die Bowle nicht mit der Zeit schal wird.

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Sonntag, 22. November 2020

Welsh Cakes

Welsh Cakes sind kleine runde Küchlein, die, wie der Name vermuten lässt, aus Wales kommen. Sie werden traditionell auf dem Bakestone gebacken, einer dicken Metallplatte, die auf den Herd oder über ein Feuer gelegt wird. Auf Walisisch heißen sie daher auch picau ar y maen (ausgesprochen in etwa pikai ar i main), oder Bakestone-Kuchen. Für 12 bis 16 Welsh Cakes nehme man:

  • 225 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • ½ TL Pfefferkuchengewürz
  • 1 Prise Salz
  • 110 g Butter
  • 85 g Zucker
  • 55 g Rosinen
  • 1 Ei
  • ggf. etwas Milch
  • Ausstechform mit ca. 6–7 cm Durchmesser

Die Butter wird in das mit dem Backpulver, Pfefferkuchengewürz und Salz vermischten Mehl geknetet. Dann gibt man die Rosinen, den Zucker und das Ei dazu und knetet, bis man einen gleichmäßigen Teig erhält. Wenn der Teig zu bröselig ist, um ausgerollt zu werden, wird er teelöffelweise mit etwas Milch auf die richtige Konsistenz gebracht. Der Teig wird auf einem leicht bemehlten Brett etwa einen halben Zentimeter dick ausgerollt und man sticht die einzelnen Welsh Cakes aus. Die Welsh Cakes werden nun ohne Fett in einer Pfanne bei mittlerer Hitze gebacken, bis sie braun werden – vielleicht etwas heller, als man einen Plins backen würde.

Welsh Cakes sollte man direkt nach dem Backen essen. Die Rohlinge lassen sich (mit etwas Backpapier zwischen ihnen, damit sie nicht zusammenkleben) einfrieren, um später im aufgetauten Zustand gebacken zu werden.

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Freitag, 20. November 2020

Fünf-Minuten-Kartoffeln

Fünf-Minuten-Kartoffeln sind ein einfaches, aber leckeres walisisches Kartoffelgericht. Auf Walisisch heißen sie tatws pum munud (ausgesprochen als tatus pim minid). Ich weiß nicht, worauf sich die fünf Minuten im Namen beziehen – womöglich die Vorbereitungszeit, denn die ist sehr, sehr kurz. Für zwei Portionen nehme man:

  • 400 g Kartoffeln
  • 4 Scheiben Bacon
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Möhren
  • Worcestershire-Sauce
  • 1 sehr große Pfanne

Das Gemüse wird in fingerdicke Scheiben geschnitten – die Kartoffeln können britischer Sitte folgend auch ungeschält verwendet werden, und die Möhren halbiert man am besten und schneidet sie dann in fingerlange Stücke. Normalerweise nimmt man in Großbritannien eine Sorte Speck mit einem Anteil Lende, aber Frühstücksspeck tuts auch, denn der Speck soll ja nur etwas Geschmack geben.

Der Speck wird in etwas Fett angebraten, bis er schön braun, aber noch nicht knusprig wird. Dann wird er aus der Pfanne genommen und beiseite gestellt. Das Gemüse wird nun in die Pfanne gegeben, und kurz im Fett geschwenkt. Man salzt, pfeffert und würzt mit etwas Worcestersauce und gießt nun soviel Wasser an, dass die Gemüsescheiben halb bedeckt sind, und legt die gebratenen Bacon-Scheiben obendrauf. Eigentlich kocht man nun ohne Deckel weiter, bis das Wasser praktisch weg ist, aber meine größte Pfanne ist größer als meine größte Flamme. Deshalb koche ich unter gelegentlichem Umrühren mit Deckel auf der Pfanne, bis das Gemüse gar ist, und koche dann das restliche Wasser raus, bis nur noch ein klein wenig Flüssigkeit übrig ist, die am Gemüse anhaftet.

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Sonntag, 15. November 2020

Cupcakes

Das Grundrezept stammt vom Rezept für Cupcakes auf Cherry-Bakewell-Art, weshalb es Mandeln enthält. Da der Teig sehr schön ist, habe ich das zu meinem Cupcake-Grundrezept gemacht. Man nehme für 4 Cupcakes:

  • 50 g Butter
  • 50 g Zucker
  • 1 Ei
  • 35 g Mehl
  • eine kleine Prise Salz
  • 1 TL Milch
  • 20 g gemahlene Mandeln (blanchiert)
  • 1 Mixer
  • 1 Muffinform
  • 4 Muffinförmchen aus Papier

Für den Teig werden zuerst Butter und Zucker gemixt, bis sie fluffig werden. Dann kommt das Ei zum Teig und wird gemixt. Wenn der Teig glatt ist, gibt man Mehl, Backpulver und Salz dazu, mixt, gibt die Milch zu, mixt wieder und hebt zuletzt die Mandeln unter und mixt ein letztes Mal alles zusammen. Der Teig wird gleichmäßig auf die in der Muffinform befindlichen Muffinförmchen verteilt. Die Cupcakes werden ca. 15 Minuten lang im Ofen bei 180 °C (Umluft 160 °C) gebacken, bis sie lecker duften. Dann können sie weiter verarbeitet werden.

Cupcakes auf Cherry-Bakewell-Art

Ich liebe Cherry Bakewells, aber zum selber machen sind Cherry Bakewells ganz schön fummelig: Man muss erst ein Tortelett separat backen, dann mit Marmelade und Frangipane füllen und noch mal packen, und dann kommen der Zuckerguss und die Kirsche drauf. Es ist daher viel einfacher und schneller, Cherry Bakewells als Cupcakes zu backen. Zusätzlich zum Grundrezept benötigt man:

  • 1 Ausstechform mit 2 cm Durchmesser oder einen Apfelentkerner
  • 2 TL Himbeermarmelade
  • 4 Belegkirschen
  • Zuckerguss aus 80 g Puderzucker und 1 EL Zitronensaft

Wenn die Cupcakes gebacken sind, lässt man sie erst einmal ein wenig auskühlen. Dann werden sie behutsam ausgehölt – man sticht mit der Ausstechform behutsam mittig von oben in den Cupcake und pult den Teig heraus. Wenn der Cupcake störrisch ist, muss man mit einem kleinen Messerchen nachhelfen, um genug Teig aus dem Löchlein zu entfernen. In dieses Loch kommt die Marmelade. Dann wird der Zuckerguss auf den Cupcakes verteilt – er soll bis zum Rand reichen – und mittig auf dem Zuckerguss, also genau über der Marmelade, wird eine Belegkirsche drapiert.

Punsch-Cupcakes

Mein Vater liebt die böhmischen Punschkuchen, für die eine Schicht Kuchen in rumhaltigem Sirup getränkt wird. Da das mit einem großen Kuchen aufwändig handzuhaben ist, habe ich den Punschkuchen als Cupcakes adaptiert. Zusätzlich zum Grundrezept nehme man:

  • Punschsirup aus
    • 1 EL Rum
    • 25 g Zucker
    • 1⅓ EL Orangensaft
    • ½ EL Zitronensaft
  • 1 Ausstechform mit 2 cm Durchmesser oder einen Apfelentkerner
  • Zuckerguss aus 80 g Puderzucker, 1½ TL Rum und 1½ TL Zitronensaft

Während die Cupcakes im Ofen sind, lässt man den Punsch kurz aufwallen und dann abkühlen. In die ausgekühlten Cupcakes bohrt man ein kleines Löchlein rein, hebt vorsichtig den Teig ab, tröpfelt anderthalb Teelöffel ausgekühlten Punsch in das Löchlein und setzt den Teigdeckel wieder auf. Zum Schluss werden die Cupcakes mit dem Guss überzogen.

Lemon-Drizzle-Cupcakes

Lemon drizzle ist die britische Variante von Zitronenkuchen. Er ist immer mit Sirup getränkt, dafür ist die Glasur optional. Er ist im UK an jeder Ecke erhältlich, und da ich zitronige Geschmäcker mag und bei einem ganzen Rührkuchen die Haltbarkeit immer ein Problem ist, gibt es hier eine Adaption als Cupcake. Zusätzlich zum Grundrezept nehme man:

  • fein abgeriebene Schale einer halbe Zitrone
  • Zitronensirup auf Basis einer Zitrone (es bleibt etwas Sirup übrig, aus dem man Limo machen kann)
  • Zuckerguss aus 80 g Puderzucker und 1 EL Zitronensaft
  • 4 kleine Geleezitronen oder ein oder zwei zerschnittene große Geleezitronen

Die abgeriebene Zitronenschale wird mit den Mandeln in den Teig gegeben.

Die Aromatisierung der Zitronenküchlein mit Sirup funktioniert genauso wie bei den Rumküchlein. Zum Schluss werden Geleezitronen als Deko auf die frisch glasierten Küchlein gesetzt.

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Samstag, 14. November 2020

Saures Kichererbsencurry

Dieses Kichererbsencurry ist schön würzig und leicht säuerlich. Eigentlich wird es mit Amchoor gesäuert, aber da man das nur im Spezialhandel bekommt, habe ich eine Variante mit Zitronensaft gewählt. Man nehme für zwei Portionen:

  • 1 Tasse Kichererbsen
  • zum Würzen der Kochflüssigkeit:
    • 1 Zwiebel, fein gehackt
    • 3 Kardamomkapseln
    • 6 Nelken
    • 12 Pfefferkörner
    • 2 indische Lorbeerblätter
    • ¾ TL Kreuzkümmel, ganz
    • 1 Prise Teufelsdreck
  • 2 Zwiebeln, gehackt
  • 1 fingerbreit Ingwer
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4 EL Pflanzenöl
  • 1 TL Kurkuma
  • ½ TL Garam Masala
  • 1 TL frisch gemahlener Koriander
  • ½ TL frisch gemahlene Pfefferkörner
  • 200 g passierte Tomaten
  • 1 TL Salz
  • 4 EL Zitronensaft
  • 1 Pürierstab

Es bietet sich an, die Kichererbsen am Vorabend zu kochen. Sie müssen 24 Stunden lang in kaltem Wasser eingeweicht werden. Nach dem Abweichen werden sie abgespült und in einem Liter Wasser, der mit den Gewürzen versetzt wurde, mindestens eine Stunde gekocht. Wenn die Kichererbsen gar sind, werden sie abgegossen, wobei man die Kochflüssigkeit auffängt. Die Kichererbsen und ca. eine Tasse der abdekantierten Kochflüssigkeit werden über Nacht im Kühlschrank aufbewahrt.

Für die Sauce zu den Kichererbsen schwitzt man die Hälfte der zwei gehackten Zwiebeln bei mittlerer Hitze langsam an, bis sie richtig schön braun sind. Das dauert eine Weile, deshalb kann man derweil die andere Hälfte der gehackten Zwiebeln mit dem Ingwer und dem Knobi pürieren.

Wenn die gehackten Zwiebeln braun sind, wird das Zwiebel-Ingwer-Knobi-Pürree zugegeben und ebenfalls angeschwitzt, bis es schön braun ist. Dann rührt man die Gewürze unter, schwitzt sie kurz an und gibt die Tomaten dazu. Man köchelt nun durch, bis sich alles gut zu einer Sauce verbindet. Dann kommen die Kichererbsen in den Topf. Man füllt mit soviel Kochflüssigkeit auf, dass man genug Sauce hat, aber die Sauce immer noch dick genug ist. Man gibt das Salz zu und köchelt, bis die Kichererbsen heiß sind. Kurz vorm Servieren wird der Zitronensaft zugegeben.

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